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Naunhof fordert Konsequenzen nach Großbrand in Lindhardt

Naunhof fordert Konsequenzen nach Großbrand in Lindhardt

Beim Brand vor einer Woche in Lindhardt handelte es sich um den zweitgrößten Feuerwehreinsatz in der Geschichte der Stadt. Das erklärte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) vorgestern Abend im Lindhardter Ortschaftsrat.

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Schwere Technik: Nicht nur Feuerwehren, sondern auch Privatfirmen kamen am vergangenen Freitag zum Einsatz. Das alles will bezahlt sein.

Quelle: Ralf Saupe

Naunhof/Lindhardt. Gewaltiger soll nur der Kohlebrand im Jahr 2000 auf dem Gelände des Naunhofer Betonwerks gewesen sein.

Entsprechend riesig dürften die Kosten sein, die durch die Bekämpfung des Feuers in einer Lagerhalle der ehemaligen Kaserne verursacht wurden, bei dem ein Millionenschaden entstanden war. Zocher sprach von einem fünfstelligen Betrag, der weit über 10000 Euro liegen werde. Die auswärtigen Feuerwehren, Privatfirmen und andere Beteiligte wie das Technische Hilfswerk Grimma würden der Stadt Rechnungen stellen, die beglichen werden müssten. Hinzu käme eine stattliche Summe für den Verbrauch von Löschwasser. "Ich bin nicht bereit, diese finanzielle Belastung auf der Stadt sitzen zu lassen", sagte der Bürgermeister. Sein Ziel sei es, die Gesamtkosten für den Einsatz erstattet zu bekommen.

Dass er dabei an die I-pro Lindhardt GmbH denkt, der das Kasernenareal gehört, ließ Zocher durchblicken, ohne den Firmennamen zu nennen. "Wenn jemandem untersagt wurde, Bücher dort draußen zu lagern und Solarzellen zu installieren, dann bin ich - ohne vorher einen Rechtsanwalt gefragt zu haben - der Meinung, dass das schuldhaft ist", sagte er und kritisierte zugleich das Landratsamt: "Ich glaube, es hat zu lange zugeguckt. Normalerweise muss es die Nutzungsuntersagung durchzusetzen." Die Stadt werde Druck machen, dass diesbezüglich etwas geschieht.

Laut Ortsvorsteher Uwe Kendschek (Freie Wählervereinigung Lindhardt) gibt es Gerüchte, dass noch weitere Materialien im Kasernengelände lagern, wie zum Beispiel Granulat, Teppichböden und Lösungsmittel. "Nötig wäre, dass das Katz-und-Maus-Spiel aufhört und einmal dort reingeschaut werden kann. Es sollte eine Brandschau durchgeführt werden", forderte er. Schon mehrfach habe sich der Ortschaftsrat mit dem Thema Kaserne befasst, sei aber immer wieder auf Barrieren gestoßen. "Man stelle sich nur einmal vor, das Feuer wäre im Sommer bei Waldbrandstufe 4 ausgebrochen", gab Kendschek zu bedenken.

Das Landratsamt, so Behördensprecherin Brigitte Laux, ist der Auffassung, dass ein Teil der Gebäude auf dem Ex- Kasernengelände rechtswidrig genutzt wird. Den Eigentümern stehe aber zu, alle ihnen diesbezüglich zur Verfügung stehenden Rechtsmittel und Fristen auszuschöpfen. Die Kreisbehörde werde demnächst mit Naunhof das Planungsrecht sowie die Ergebnisse einer Brandverhütungsschau der Stadt erörtern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.04.2013

Pfeifer, Frank

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