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Naunhof schießt über 500 000 Euro zu

Naunhof schießt über 500 000 Euro zu

Naunhof. Die Parthestadt wird zur Finanzierung des Schulbetriebes des Freien Gymnasiums Naunhof in den kommenden vier Jahren über ein halbe Million Euro dem Schulträger, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbh, als nicht rückzahlbaren Zuschuss zur Verfügung stellen.

. Das sind rund  41 000 Euro mehr, als der Ende vergangenen Jahres beschlossene Fördervertrag zwischen Stadt und Schulträger vorsah. 16 000 Euro hat die Stadt darüber hinaus dem freien Träger als nicht rückzahlbares Startgeld bereits zugeschossen.

Den überarbeiteten Fördervertrag beschloss der Stadtrat mehrheitlich auf seiner Sitzung am Donnerstag. Der Vertrag musste neugefasst werden, nachdem sich mit dem Haushaltbegleitgesetz des Freistaates die Förderbedingungen für die Einrichtung freier Schulen geändert haben. Die Wartezeit freier Schulen – die Zeit bis zum Beginn der staatlichen Förderung – hat sich von drei auf vier Jahre erhöht.

Während Bürgermeister Uwe Herrmann davon sprach, dass die neue Situation sogar eine sinkenden jährliche finanzielle Belastung für die Stadt bedeute, kritisierte Stadtrat Harry Eichhorn (Linke) wiederholt die Einrichtung des freien Gymnasiums. Unter den veränderten Bedingungen würden sich die finanziellen Risiken vergrößern, betonte er. Auch befürchte er Bildungsverluste, beispielsweise wenn Lehrer auf Teilzeitbasis beschäftigt würden. Vor pädagogischen Defiziten in der Startphase mit 22 Schülern warnte auch Linken-Stadtrat Christian Plischke, der wie Eichhorn gegen den Fördervertrag stimmte. Er fürchte zudem, dass sich die finanzielle Unterstützung des freien Trägers durch die Stadt am Ende zu einer sich immer höher drehenden Kostenspirale für Naunhof entwickeln könnte. Eichhorn kündigte an, die finanziellen Aufwendungen der Stadt für die Einrichtung und den Schulbetrieb des Freien Gymnasiums von der Rechtsaufsicht prüfen zu lassen.

In der Abstimmung über den Fördervertrag enthielten sich der Stimme Katrin Mackenzie (UWV) und Uwe Kulisch (UWV). Kulisch sah in den vorliegenden Dokumenten nicht hinreichend belegt, wie der freie Schulträger das Defizit von rund 300 000 Euro ausgleichen will, das die Kalkulation für die ersten vier Jahre des freien Gymnasiums ausweist.

Bürgermeister Uwe Herrmann erklärte in dem Zusammenhang, dass der Vertrag mit dem freien Träger so gestaltet sei, dass die Stadt kein finanzielles Risiko eingehe. Dagegen meinte Stadtrat Eichhorn: „Das Risiko tragen am Ende Schüler und Eltern."

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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