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Grimma Naunhof wartet auf Genehmigungen
Region Grimma Naunhof wartet auf Genehmigungen
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14:42 19.05.2015
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Naunhof

Nur mit Zustimmung des Landratsamts dürfen Vorhaben angegangen werden. Auf solche Genehmigungen wartet Bauamtsleiter Thomas Hertel.

"Im Schulhort stoßen wir an unsere Kapazitätsgrenze", sagt er. Vorgesehen sei, das Dachgeschoss der sogenannten Alten Schule an der Bismarckstraße auszubauen, dort ließen sich 30 bis 40 zusätzliche Plätze schaffen. Eigenmittel sind in diesem speziellen Falle nicht einmal das größte Problem, auch wenn das Stadtsäckel leer ist. Doch sie dürfen nicht angetastet werden ohne das Okay der Kreisbehörde.

Die Alte Schule liegt im Sanierungsgebiet. Alle Grundeigentümer in diesem Areal müssen Ablösebeträge zahlen für die Wertsteigerung ihrer Flächen während der vergangenen 20 Jahre. Wer die Summe vorzeitig entrichtet, erhält einen Nachlass. Die Stadt profitiert ebenso, denn sie darf das eingenommene Geld nochmals im Sanierungsgebiet verwenden, also auch für die Hort-Erweiterung. 250 000 Euro sind schon zusammengekommen. Das sollte reichen, denn für den mit 400 000 Euro veranschlagten Umbau des Dachgeschosses stehen 66 Prozent an Beihilfen in Aussicht; vorausgesetzt die Sächsische Aufbaubank bestätigt diesen Fördersatz.

Gespräche liefen laut Hertel bereits im Landratsamt. Es geht nicht nur um die Zusage, die Mittel einsetzen zu dürfen, sondern auch um das Einverständnis der Denkmalschutzbehörde. Der Bauamtsleiter gibt sich zuversichtlich. "Wenn alles so klappt, wie wir es uns vorstellen, denke ich, wir können den Umbau im kommenden Jahr abschließen. Der Hort sollte dann zu Beginn des Schuljahres in Betrieb gehen", sagt er.

Auch andere Vorhaben der Stadt können nach seinen Worten nur umgesetzt werden, wenn das Amt in Borna grünes Licht gibt. Das betrifft zum Beispiel die grundhafte Sanierung der Straße Im Winkel in Albrechtshain, für die schon ein Fördermittel-Bescheid vorliegt. Ebenso muss der Bau der Straßenbeleuchtung an der Karl-Liebknecht-Straße in Lindhardt zwischen Waldweg und Wohnblock noch warten.

Weiter hat das Bauamt vor, in der Gartenstraße Energiespartechnik für die Straßenbeleuchtung installieren zu lassen, wofür der Versorger EnviaM Geld zuschießt. In Teilen der Stadt ist sie schon eingesetzt, mit ihrer Hilfe wird die Leistung bis zur unteren Spannungsgrenze reduziert, ohne dass das Licht deutlich abnimmt. In der Kindertagesstätte Waldwichtel sollen Spielgeräte und ein Teil des Zauns erneuert werden. Und das Rathaus braucht eine Sicherheitsbeleuchtung, die den heutigen gesetzlichen Vorschriften entspricht.

Ohne selbst in die Tasche greifen zu müssen kommt die Stadt beim Teilabriss und Umbau des Jugendhauses Oase voran. "Anfang März wollen wir beginnen. Reichlich 100 000 Euro soll das kosten, dabei handelt es sich komplett um Fluthilfegelder", erläutert Hertel. Der neue Träger, die Kindervereinigung Leipzig, beantragte eigenständig Fördermittel für neue Möbel.

Zu 100 Prozent über Fluthilfen abdecken lässt sich auch das Vorhaben, im Kellergeschoss der Oberschule den Fußbodenbelag und an der Westseite die Fenster zu erneuern sowie die Wände zu streichen. Hertel: "Wenn der Fördermittelbescheid vorliegt, bereiten wir die Ausschreibung vor."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.02.2014
Pfeifer, Frank

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