Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhof will Gemarkungstausch
Region Grimma Naunhof will Gemarkungstausch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 19.05.2015
Tauschobjekt: Die Fläche zwischen Kurzzeitparkplatz am Moritzsee und Autobahn 14, die jetzt zum Brandiser Ortsteil Beucha gehört, würde Naunhof gern übernehmen. Im Gegenzug kann sich die Parthestadt vorstellen, ihr Areal am Albrechtshainer See abzugeben, auf dem sich unter anderem der Kletterwald befindet. Quelle: Andreas Röse

Ein solches Votum steht in Brandis noch aus.

Nachdem beide Altbürgermeister, die nicht wirklich miteinander harmonierten, ihre Führungspositionen verlassen haben, sind zwischen den Nachfolgern Gespräche in Gang gekommen. Das Brandiser Stadtoberhaupt, Arno Jesse (SPD), sagte gestern der LVZ: "Wir stehen der Sache positiv gegenüber." Sein Naunhofer Amtskollege, Volker Zocher (parteilos), kann mit dem einstimmigen Stadtratsbeschluss im Rücken mit seiner Verwaltung schon konkretere Pläne ausarbeiten.

Ziel ist es, die Fluren so zu bereinigen, dass die Autobahn 14 die Grenze zwischen beiden Städten bildet. Das hieße, Naunhof gibt ein Gebiet am Albrechtshainer See nach Brandis ab, auf dem sich unter anderem der Kletterwald befindet. Im Gegenzug erhält es Flächen am Moritzsee, der im Volksmund oft Autobahnsee genannt wird. In den Tausch einbezogen wird auch ein kleineres Areal in Ammelshain, der sogenannte Moco-Graben.

Momentan behindern sich beide Kommunen gegenseitig in der Entwicklung ihrer Naherholungsräume. Die Gemarkungsgrenze verläuft quer über den Albrechtshainer See. "Der Abfluss des Gewässers befindet sich zwar auf Naunhofer Seite, das Wasser fließt aber gleich danach nach Beucha, so dass Brandis die Lasten trägt, wenn wir es ablassen", schildert Zocher. "Wir würden deshalb unsere Seite des Sees abgeben. Dazu zählt auch der Kletterwald, der als Unternehmen der Stadt Brandis Einnahmen bringen kann."

Im Gegenzug möchte Naunhof das Areal um den Moritzsee komplett erhalten. Zurzeit verläuft die Gemarkungsgrenze über den Parkplatz am Eingang zum Naherholungsgebiet. Dann kreuzt sie mehrfach die Straße, die parallel zur Autobahn zu den hinteren Parkplätzen führt. "Wenn wir dort etwas bauen wollen, brauchen wir jedes Mal die Genehmigung von Brandis", so Zocher. Wie berichtet, kommt der Eingangsbereich zum Moritzsee für gastronomische Einrichtungen in Frage. Außerdem ließen sich dort mehr Parkmöglichkeiten schaffen. Das wäre eher machbar, wenn die Grundstücke in einer Hand liegen würden.

Die Flächen, die getauscht werden könnten, sollen möglichst annähernd gleich groß sein. Das wird zwar nicht bis auf den Quadratmeter genau möglich sein. Doch um sich dem Ziel anzunähern, kam noch Ammelshain mit ins Spiel. Auch dort möchte Naunhof eine kleine Ecke von Brandis abzwacken. Vom Holzwerk Moco aus verläuft ein Regenwassergraben zum Lehnsgraben teilweise über die Flur der Nachbarstadt. Gehört dieser Moco-Graben, der bei Starkregen eine wichtige Entlastungsfunktion erfüllt, komplett zu Naunhof, ließe er sich sanieren.

Wenn Brandis demnächst ebenfalls einen Grundsatzbeschluss zum Gemarkungstausch fassen sollte, käme ein langwieriger Prozess in Gang. Die Verhandlungen zum gegenseitigen Kauf kommunaler Flächen würde mit Sicherheit einige Zeit in Anspruch nehmen. Ehe falsche Gerüchte aufkommen, betont Zocher: "Privates Land bleibt unangetastet, muss also nicht verkauft werden." Am Ende hätten das Landratsamt und das sächsische Innenministerium ein Wörtchen mitzureden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.12.2013
Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Wir haben viele gute Signale erhalten, aber noch steht der schriftliche Bescheid aus", sagte Schulleiter Wolf-Dieter Goecke. "Wir hoffen, dass der Bescheid uns schnell erreicht.

19.05.2015

Damit hatte niemand gerechnet. Wegen der öffentlichen Ausschreibung des maroden Gebäudes Am Sportplatz 20 verliert der Fuchshainer SV sein bisheriges Lager. Das Kalkül, nur der Sportverein würde sich um die Immobilie bewerben, ging nicht auf.

19.05.2015

"Ob einzelne Mitarbeiter im Rathaus gemobbt werden, mag ich nicht mit Sicherheit bestätigen. Sie dürfen aber davon ausgehen, dass wir uns die Vorwürfe anhören und danach urteilen werden, wir wollen ein intensives Gespräch mit dem gesamten Personalrat führen mit dem Ziel eines ambitionierten Neustartes", erklärte Vize-Bürgermeister Robert Steinbauer (CDU) unter dem Druck der Ereignisse.

19.05.2015
Anzeige