Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhof will Regeln für Reiter
Region Grimma Naunhof will Regeln für Reiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 19.05.2015
Tierisch, tierisch: Grillensee heißt das Naunhofer Gewässer, Stockenten schwimmen gerade darin. An dieser Stelle führen aber auch oft Reiter ihre Pferde ins Wasser. Die Stadt will nun für geordnete Verhältnisse sorgen. Quelle: Klaus Peschel

Jetzt will die Stadt für geordnete Verhältnisse sorgen. Sie beteiligt sich am Reitwegeverbund zwischen den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen.

Das Thema war schon einmal in einer Stadtratssitzung diskutiert worden. Damals konnte sich aber keine Mehrheit damit anfreunden. Inzwischen sieht das anders aus. Uwe Kendschek von der Unabhängigen Wählervereinigung, der zugleich Ortsvorsteher im waldreichen Lindhardt ist, bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: "Zurzeit werden die Waldwege wild benutzt und zuschanden gemacht." Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) zog die Notbremse, er will den "Reitverkehr sortieren". Seiner Meinung nach muss geregelt werden, welche Wege Reiter künftig nutzen dürfen und welche nicht. "Genau das können wir mit entscheiden, wenn wir Mitglied in der Arbeitsgruppe für die Planung eines Reitwegenetzes sind", erklärt Anja Gaitzsch von der Naunhofer KulturWerkStadt.

Mit dem Projekt sollen keineswegs die Reiter aus der Region vertrieben werden. Ganz im Gegenteil: Es geht um ein bedarfsgerechtes und nutzerfreundliches Wegenetz sowie sinnvolle Verbindungen, die sich Reiter wünschen. Deshalb hat das Planungsbüro Knoblich aus Zschepplin an viele Reiterhöfe, pferdehaltende Betriebe und interessierte Privatpersonen Fragebogen versendet, in denen die Adressaten ihre diesbezüglichen Wünsche vermerken können. Bislang geschah das in den 28 Kommunen, die in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen ihr Interesse bekundet hatten. "Wir waren noch ein weißer Fleck auf der Landkarte", bemerkt Zocher. Nachbarn von Naunhof, wie Brandis und Großpösna, hatten bereits vor längerem ihr Interesse an einer Beteiligung angezeigt.

Für die Planung des Reitwegeverbundes steuert der Freistaat über das Programm Integrierte Ländliche Entwicklung 80 Prozent der Bruttokosten als Fördermittel bei. Die Eigenmittel bringen der Grüne Ring Leipzig, der Tourismusverein Leipziger Neuseenland und die beteiligten Kommunen auf. Für Naunhof würde sich der Betrag auf 400 Euro beschränken. "Mit dieser Summe sind wir gut bedient", meint der Bürgermeister.

Was weiterführend auf die Stadt zukommen könnte, kann im Rathaus noch niemand sagen. Die Reitwege, so sie denn ausgewiesen sind, müssen laut Anja Gaitzsch gewartet werden. Welche Kosten das verursachen wird und wer diese übernimmt, ist derzeit offen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2013

Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"Ich halte mein Versprechen und mache weiter", sagte die 58-Jährige. Mit dem Auflauf vor dem kleinen Laden in der Grimmaer Altstadt war die zierliche Unternehmerin sichtlich überfordert.

19.05.2015

Das Sächsische Verkehrsministerium will Unfallhäufungsstellen untersuchen und entschärfen. Es gibt Menschen, für die kommt dieser theoretische Ansatz zu spät.

19.05.2015

Zur Haushaltsklausur kommen die Stadträte an diesem Wochenende zusammen. Reden müssen sie dann wohl über den Verkauf kommunaler Häuser, der zur jüngsten Sitzung ihres Gremiums nicht durchkam.

19.05.2015
Anzeige