Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhofer Bürgermeister lehnt Einheitsgemeinde ab
Region Grimma Naunhofer Bürgermeister lehnt Einheitsgemeinde ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:30 19.05.2015
Strich durch die Rechnung: Der Belgershainer Ortsteil Threna und Großpösna liegen sich zwar sehr nahe. Doch eine Eingemeindung dorthin lehnt das Landratsamt kategorisch ab. Quelle: Foto Röse
Anzeige

Nach seiner Meinung sollte nun Ruhe einkehren. In Belgershain und Großpösna wird hingegen überlegt, wie nach dem Bescheid des Landratsamtes weiter verfahren werden soll.

Wie gestern kurz berichtet, hatte die Kreisbehörde den Wunsch von Belgershain abgelehnt, sich verwaltungsmäßig neu zu orientieren. Ein Widerspruch der ländlichen Gemeinden würde nach Meinung Zochers "die Beziehungen zwischen Naunhof und Großpösna ernsthaft belasten". Er betonte, die Stadt wolle in Zukunft enger mit Großpösna zusammenarbeiten. Sein Wunsch sei ein kommunaler Zweckverband auf den Gebieten Feuerwehr, Standesamt und Wirtschaftsförderung. "Wir können aber Großpösna keine Informationen von uns geben, wenn sie dort genutzt werden, um mit Anwälten gegen uns Dampf zu machen", sagte das Stadtoberhaupt.

Vier Wochen hat die Kreisbehörde den Beteiligten Zeit gegeben, um in Widerspruch zu gehen. Ob das geschehen wird, ist noch völlig offen. In Belgershain vertritt momentan Bernd Weisbrich den Bürgermeister. "Wir müssen im Gemeinderat und gemeinsam mit Großpösna beraten, was wir jetzt tun. Das kann niemand allein entscheiden", sagte er. "Wir sind enttäuscht, denn wir hatten so viel Hoffnung, nachdem Deutzen sein Ziel erreicht hat." Der kleine Ort wird allem Anschein nach zum 1. Juli die Verwaltungsgemeinschaft mit Regis-Breitingen verlassen und nach Neukieritzsch eingemeindet.

Die Konstellation ähnelt also der von Naunhof, Belgershain und Großpösna, wenn sie auch nicht vollkommen gleichgesetzt werden kann. Bedauern herrscht in Großpösna, dass im eigenen Fall bislang ein solcher Erfolg ausbleibt. "Wir müssen jetzt besprechen, wie wir uns weiter verhalten. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen", erklärte Hauptamtsleiter Daniel Strobel.

Um Deutzen einen Wechsel zu ermöglichen, haben sich Regis-Breitingen und Neukieritzsch auf einen Kooperationsvertrag geeinigt, in dem es heißt: "Beide Kommunen beabsichtigen eine konkrete engere Zusammenarbeit und die Bildung einer neuen Kommune innerhalb von spätestens zehn Jahren." Eine solche Einheitsgemeinde schließt Zocher hingegen vorerst aus. "Das ist zurzeit keine Option für alle Agierenden", erklärte er. "Die kommunale Identität aufzugeben, wäre ein großer Sprung. Davon halte ich nichts." Auch der Parthensteiner Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos), dessen Gemeinde genauso wie Belgershain zur Verwaltungsgemeinschaft Naunhof gehört, hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, seine Kommune wolle unbedingt eigenständig bleiben. Eine Aufnahme von Großpösna als Mitglied in die Verwaltungsgemeinschaft, was einen Mittelweg darstellen würde, lassen laut Zocher die gegenwärtigen Gesetze nicht zu.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2014
Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Meinungen über die Holzfällarbeiten an der Mulde in Grimma liegen weit auseinander. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) geht unverändert davon aus, dass die Maßnahmen rechtens waren und mit Zustimmung von Landratsamt und Forstbehörde vorgenommen wurden.

19.05.2015

Er berät deutsche und österreichische Firmen, die sich in der Ukraine und in Russland engagieren. Er pflegt Kontakte zu Organisationen und Verbänden, hat Beziehungen bis hinein in die dortige Politik: Der 68-jährige einstige Kösserner Wilfried Handwerk weilte dieser Tage auf dem Maidan in Kiew, erlebte die aufgeladene Situation beiderseits der Barrikaden.

19.05.2015

Bereits im Januar 2013 mussten die Florianjünger zu einem Wohnungsbrand nach Dorna ausrücken. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehren aus Grimma und Döben gingen die Kameraden abwechselnd unter Atemschutz zur Brandbekämpfung beziehungsweise Glutnesterfindung vor.

19.05.2015
Anzeige