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Naunhofer Feuerwehr braucht neue Fahrzeuge und mehr Einsatzkräfte

Brandschutzbedarfsplan verabschiedet Naunhofer Feuerwehr braucht neue Fahrzeuge und mehr Einsatzkräfte

Neue Fahrzeuge braucht die Naunhofer Feuerwehr. Die Tagesbereitschaft lässt sich nicht immer gewährleisten, weshalb ein Augenmerk auf die Nachwuchsgewinnung gelegt werden muss. Im Brandschutzbedarfsplan, den der Stadtrat jetzt mehrheitlich beschloss, werden diese Schwerpunkte näher ausgeführt.

Schnelle Einsätze: Mit Blaulicht und bald auch in neuen Fahrzeugen können jene unterwegs sein, die sich für einen Dienst in Naunhofs Feuerwehr entscheiden.

Quelle: dpa

Naunhof. Neue Fahrzeuge braucht die Naunhofer Feuerwehr. Außer am Standort Fuchshain ist sie personell gut aufgestellt. Die Tagesbereitschaft lässt sich dennoch nicht immer gewährleisten, weshalb ein Augenmerk auf die Nachwuchsgewinnung gelegt werden muss. Im Brandschutzbedarfsplan, den der Stadtrat jetzt mehrheitlich beschloss, werden diese Schwerpunkte näher ausgeführt.

„Die Nachwende-Fahrzeugflotte steht zur Ersatzbeschaffung an“, erläuterte Ordnungsamtsleiter Daniel Brcak den Parlamentariern. Einige Autos seien älter als 20 Jahre und damit abgeschrieben, für sie gebe es keine Ersatzteile mehr. Jederzeit drohe der Totalausfall.

Im kommenden Jahr wären der Stadt wegen der laufenden Haushaltskonsolidierung aber noch die Hände gebunden. Erst ab 2018 kann laut Planung Geld ausgegeben werden. Fuchshain soll dann ein neues Löschfahrzeug erhalten, dessen Kosten sich zu 50 Prozent über Fördermittel abdecken lassen. Der gleiche Fördersatz gilt für einen neuen Einsatzleitwagen für die Ortswehr Naunhof.

2019 dürfen sich die Naunhofer auf einen Gerätewagen und die Ammelshainer auf einen Mannschaftstransportwagen Hoffnung machen. Und im Jahr darauf ist für Naunhof die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeugs in Aussicht gestellt.

Investitionen listet der Brandschutzbedarfsplan aber nicht nur hinsichtlich des Fuhrparks auf. So soll 2010 eine Löschwasserentnahmestelle am Moritzsee gebaut werden. Ein Grundschutz bezüglich der Löschwasserversorgung ist in Naunhof zwar gegeben, sie erfolgt hauptsächlich über das Trinkwassernetz sowie offene natürliche und künstliche Entnahmestellen. In einigen Wochenendgebieten, Gartenanlagen und Waldbereichen sowie in Teilen des Naherholungsgebiets Naunhofer Seen ist jedoch weder das eine noch das andere vorhanden. Mit der neuen Entnahmestelle kann eine Lücke geschlossen werden.

Diskussionen im Stadtrat löste der Wunsch der Feuerwehr aus, hinter ihrem Gerätehaus an der Wiesenstraße ein Gelände für Übungs- und Ausbildungszwecke herzurichten. Dieser Platz ist zwar schon lange im Gespräch, was dazu führte, dass er bei der Gymnasiumserweiterung freigehalten werden musste. Jetzt aber heißt es im Plan, dass er 2018 für 100 000 Euro entstehen soll, ohne dass es dafür Beihilfen gibt.

„Ich habe Bauchschmerzen bei dieser hohen Summe“, bemerkte Marcus Blankenburg von der Unabhängigen Wählervereinigung. Und Walter Fritzsche (FDP) wollte wissen, wie die Zahl zustande kommt. Brcak sprach von einem reinen Schätzwert, der bei gegebener Zeit angepasst werden soll. „Ich kann auch noch nicht in die Zukunft gucken, wie teuer Vorhaben dann sind“, sagte er und versprach, nochmals die Förderfähigkeit zu prüfen. Laut Dieter Schenk macht der Übungsplatz auf alle Fälle Sinn, denn Naunhof soll als zentrale Ausbildungsstätte etabliert werden. Schon jetzt gebe es eine gute Kooperation mit Belgershain und Parthenstein; auch Großpösna könne angeboten werden, den Platz zu nutzen.

Personell ist die Ortswehr Naunhof gut aufgestellt. In Ammelshain gibt es einen geringen Bedarf an Einsatzkräften. In Fuchshain müssten zwölf Floriansjünger Dienst tun, aktuell sind es aber nur acht. Deshalb besteht laut Brcak die Option, diese Wehr vorübergehend als Löschgruppe einer anderen Ortsfeuerwehr anzuschließen. An allen drei Standorten fehlen vor allem Atemschutzträger. Durch die Gewinnung von Nachwuchs und Qualifizierung von Feuerwehrleuten sollen die Lücken geschlossen werden.

Bei allen Herausforderungen bilanzierte Brcak: „Insgesamt haben wir eine leistungsfähige Feuerwehr.“ Weil viele Mitglieder außerhalb berufstätig sind, sei die Tagesbereitschaft allerdings nicht in jedem Fall gegeben. Diese werde zum Großteil über Mitarbeiter des städtischen Bauhofs abgedeckt. Deshalb sollen bei Neueinstellungen im Bauhof Feuerwehrangehörige bevorzugt werden.

Von Frank Pfeifer

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