Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhofer Gymnasiasten nehmen an Bildungsprojekt „Fit für die Wirtschaft“ teil
Region Grimma Naunhofer Gymnasiasten nehmen an Bildungsprojekt „Fit für die Wirtschaft“ teil
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:17 08.12.2016
Fit für die Wirtschaft und die eigene Geldanlage: Die Naunhofer Zehntklässler schlossen ihren Ausflug in die moderne Finanzwelt mit einem Zertifikat ab. Quelle: Foto: Roger Dietze
Anzeige
Naunhof

Welche Rechte und Pflichten haben Verbraucher, worin besteht der Unterschied zwischen Brutto und Netto, und was sind Aktien? Im Verlauf ihres Schullebens wird Jugendlichen jede Menge theoretischer Stoff vermittelt, die lebenspraktischen Dinge kommen allerdings nicht selten viel zu kurz. Dies fühlen auch die Schüler selbst, von denen sich laut einer deutschlandweiten Jugendstudie des Bankenverbandes zwei Drittel die Vermittlung von mehr Wissen über finanzielle und wirtschaftliche Zusammenhänge wünschen.

Ein Wunsch, der in diesem Winterhalbjahr am Freien Gymnasium Naunhof mit Unterstützung des Bildungsprojektes „Fit für die Wirtschaft“ der IW Junior gGmbH zumindest den Zehntklässlern ansatzweise erfüllt worden ist. Eine Vorstellung davon, wie groß dabei der Wissensdurst der Heranwachsenden ist, bekam Andreas Lukaschek, Kundenberater bei der Targobank, bereits im Vorfeld. „Mich erreichten zahlreiche Fragen per E-Mail von A wie Anlagevorschlag bis Z wie Zertifikate, und ich war erstaunt und begeistert davon, wie detailliert die Fragen formuliert waren“, so der Finanzfachmann. „Es war ergo nicht nur ein großes Interesse, sondern auch ein enormes Vorwissen vorhanden, welches eine gute Basis für eine konstruktive Mitarbeit bot“, so Andreas Lukaschek, der seinem Naunhofer Einsatz gern weitere folgen lassen würde.

„Ich hätte es in meiner Schulzeit auch sehr begrüßt, wenn man mich in dieser Form praxisnah auf mein späteres Leben vorbereitet hätte, und ich schöpfe aus dem Umstand, dass dies leider nicht der Fall war, die Motivation, als Wirtschaftstrainer tätig zu sein“, so der Naunhofer, dem Lehrer Hannes Ludlei gern einen Teil seiner Unterrichtszeit zur Verfügung stellte. „Das Thema Wirtschaft ist zwar ab Klassenstufe neun Bestandteil des Faches Gemeinschaftskunde/Rechtserziehung/Wirtschaft, aber ein paar Unterrichtseinheiten mit einem Finanz-Spezialisten stellt für die Schülerinnen und Schüler eine willkommene Abwechslung dar“, so der Pädagoge. Und einen ganz praktischen Wissenszuwachs noch dazu. „Die Informationen über die verschiedenen Anlageformen fand ich besonders interessant, darüber hinaus die Erläuterungen zu den Unterschieden zwischen einer Geld- und einer Kreditkarte“, so der 15-jährige Felix aus Großpösna. Anders als die Vertreter der älteren Generation steht laut Andreas Lukaschek der Nachwuchs modernen Anlageformen wie der Aktie oder dem Fonds aufgeschlossener gegenüber. „Die teils heftigen Börsen-Einbrüche der jüngsten Vergangenheit haben sich nicht unbedingt positiv auf die Nachfrage nach Wertpapieren in Deutschland ausgewirkt, die junge Generation wächst jedoch in einer Niedrigzinsphase auf und wird meiner Meinung nach perspektivisch eher als ihre Eltern dazu bereit sein, bei der Geldanlage ein vernünftiges Risiko einzugehen“, so der 42-Jährige.

Den künftigen Anlegern eine Hilfestellung, um künftig diesbezüglich die Risiken gegen die Vorteile abwägen zu können, gibt das Schülerbildungsprojekt „Fit für die Wirtschaft“ seit mittlerweile rund 13 Jahren. Diese Unterrichtsergänzung wurde seither von über 54 400 Schülern genutzt. Laut Andreas Lukaschek hat die jüngste Teilnehmerbefragung erneut gezeigt, dass Schüler aller Schulformen ihren Wissensdurst zu Wirtschafts- und Finanzthemen stillen wollen. Denn 89 Prozent der Projektschüler fänden es laut der Befragung gut, dass wirtschaftliche Themen in der Schule behandelt werden.

Von Roger Dietze

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Versorgungsverband Grimma-Geithain will in der Lausicke Straße 12 das Wasser abdrehen, wenn die Mieter nicht einen Vertrag mit dem Verband unterzeichnen. Die Mieter sollen die bestehenden Ver- und Entsorgungsverträge des Mieters, der Saks Invest, übernehmen, da diese nicht mehr bezahlt. Dazu soll eine Mieternotgemeinschaft gebildet werden.

08.12.2016

Geldsegen für zwei Grimmaer Kindertagesstätten: Ministerin Brunhild Kurth übergab jetzt knapp 457 000 Euro an die Stadtverwaltung beziehungsweise die Kitas und deren Träger. Damit kann die Sanierung der Kindertagesstätten Sonnenschein und Schwanenteich fortgesetzt werden. Ein paar neue Spiele brachte der Gast auch mit.

08.12.2016

Der ehemalige Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Trebsen fühlt sich falsch verstanden. Stefan Kroschky will seine Rehabilitierung und klagt vor dem Verwaltungsgericht. Fehler räumt er nicht ein.

08.12.2016
Anzeige