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Grimma Naunhofer Gymnasium: Zwei Probleme warten auf eine Lösung
Region Grimma Naunhofer Gymnasium: Zwei Probleme warten auf eine Lösung
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17:16 19.05.2015

Und danach sprach er mit der Leipziger Volkszeitung.

"Ich habe den Eltern erklärt, dass die Fakten in dem Beitrag stimmen", sagte er. "Wäre der Artikel am Freitag nicht erschienen, hätte ich versucht, ihn wenige Tage später in die Zeitung zu bringen." Die Stadt stehe vor dem Problem von zwei nicht genehmigten Verträgen. Die Kommunalaufsicht kritisiere, dass es sich bei der Finanzierung des ersten Bauabschnitts des Gymnasiums um ein kreditähnliches Geschäft handle, das in dieser Weise nicht erlaubt werden dürfe. Und die Sächsische Bildungsagentur moniere die zu hohen Mittel, die seitens der Stadt in die Bewirtschaftung des Gymnasiums einfließen.

"Um diese Probleme zu lösen", so Zocher, "müssen viele Partner an einen Tisch: der Träger der Einrichtung, also die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, die Kommunalaufsicht des Landratsamtes, die Sächsische Bildungsagentur und wir als Stadt." Gespräche würden bereits geführt. Wahrscheinlich werde sich eine Lösung ergeben, die sich irgendwo zwischen dem ehrgeizigen Plan, im nächsten Jahr das Gymnasium für fünf Millionen Euro zu erweitern, und dem Aus für die Bildungsstätte bewegen. Zocher: "Es wird wohl in kleineren Schritten vorangehen. Zurzeit haben wir keine Finanzierung für den zweiten Bauabschnitt." Zugleich betonte er: "Ich stehe zum Naunhofer Gymnasium und will es erhalten. Aber es muss sich rechnen."

So hofft er auch, dass die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH einen größeren Beitrag für die Unterhaltung des Gymnasiums leisten wird. Die Chefin des Unternehmens, Irene Petrovic-Wettstädt, hatte hingegen geäußert, sie gehe davon aus, dass die Stadt zum beschlossenen Fördervertag mit all den Verpflichtungen steht, die sie darin eingegangen ist (LVZ berichtete am 16. April).

Für Verwirrung hatte Zochers Erwähnung eines Plans B gesorgt, nach dem das Gymnasium geschlossen und in dem Gebäude eine Kindertagesstätte eingerichtet werden könnte. Manche Eltern hatten seine Aussage überlesen: "Das wäre eine Horrorvision, und da wollen wir nicht hin." Der Bürgermeister steht nach wie vor zu seinen Worten. "Ich wäre ein schlechter Manager, wenn ich nicht wüsste, was man im schlimmsten Fall tut", erklärte er.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2013

Pfeifer, Frank

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