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Grimma Naunhofer Gymnasium erhöht Schulgeld drastisch
Region Grimma Naunhofer Gymnasium erhöht Schulgeld drastisch
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16:36 19.05.2015

Bislang zahlen die Eltern 100 Euro pro Monat und Kind. Im November vergangenen Jahres beschloss der Stadtrat auf Bitten des Campus hin eine Anhebung auf 135 Euro, allerdings nur für die Schüler, die ab August dieses Jahres die Einrichtung neu besuchen werden. Alle anderen fielen sozusagen unter einen Bestandsschutz. Für sie blieb es bei den 100 Euro. Diesen Satz hatten Stadt und Campus 2010 festgelegt, und zwar in ihrem Kooperationsvertrag, der im März dieses Jahres aufgehoben wurde.

Nun aber sollen die Eltern für jeden Schüler 150 Euro zahlen. Wie Irene Petrovic-Wettstädt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Trägers, mitteilte, gilt das neue Entgelt ab Schuljahr 2014/'15, da es nicht mehr möglich gewesen sei, es schon ab diesem August zu erheben. Sie bittet aber die Eltern, freiwillig bereits ab kommendem Schuljahr die erhöhte Summe aufzubringen, "um die materiellen Bedingungen für erfolgreichen Unterricht zu sichern und das pädagogische Profil weiter zu entwickeln."

Petrovic-Wettstädt begründet die Mehrbelastung der Eltern mit den erhöhten Mietzahlungen, die der Campus rückwirkend für das laufende Schuljahr und vorausschauend bis 2019 aufzubringen hat. Bislang hatte der Träger monatlich 1000 Euro für die Einrichtung an der Wiesenstraße überwiesen. Nachdem die alten Mietverträge auf Drängen des Landratsamtes aufgehoben worden sind, legt der neue, bis Jahresende befristete Kontrakt eine Zahlung von 3000 Euro fest. Später dürfte es aller Voraussicht nach noch mehr werden.

"Als Geschäftsführerin freue ich mich darüber, die Turbulenzen mit Ihnen, den Kollegen und Schülern durchgestanden zu haben und bedanke mich bei Ihnen, liebe Eltern, für Ihr Durchhaltevermögen, Ihre vielen Aktionen, Ihre Ideen und Zusprüche", schrieb Petrovic-Wettstädt weiter. Für Rückfragen stehe sie gern zur Verfügung. Allerdings erst ab 14. Juli, da sie gleich nach Verfassen des Schreibens ihren Jahresurlaub antrat.

So bleiben die Eltern mit dem Brief erst einmal allein. Hans-Dieter Ulm, Pressesprecher des Fördervereins des Gymnasiums, bestätigte: "Einige waren überrascht, dass so ein Brief kurz vor den Ferien kam." Vom Grundsatz her sei es klar gewesen, dass die erhöhten Mietpreise umgelegt werden müssen. "Irgendwoher muss das Geld schließlich kommen", erklärte er.

Ulm erwartet aber, dass der Träger des Gymnasiums zu einer schulinternen Veranstaltung einlädt, in der er das ganze Zahlenwerk auf den Tisch legt. "Die Eltern haben einen Anspruch auf Transparenz", forderte er. "Es stellt sich durchaus die Frage, ob sie komplett alle Mehrkosten durch die Mieterhöhung übernehmen müssen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.06.2013

Pfeifer, Frank

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