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Grimma Naunhofer Gymnasiumsneubau kurz vor Richtfest
Region Grimma Naunhofer Gymnasiumsneubau kurz vor Richtfest
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08:00 09.03.2016
Der Erweiterungsbau vom jetzigen Gymnasium aus gesehen: Rechts der Flachbau für Mensa, Küche und Verwaltung, links das Unterrichtsgebäude. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Naunhof

Kurz vor dem Richtfest steht der Erweiterungsbau des Freien Gymnasiums Naunhof. Bis zum Sommer soll der Komplex bezugsfertig sein, so dass pünktlich zum Schuljahresbeginn in den neuen Räumen unterrichtet werden kann. Eine früher ins Auge gefasste Übergangslösung ist vom Tisch.

„Am 18. März, 16 Uhr, feiern wir Richtfest“, kündigt Schulleiterin Kathrin Mayer an. „Wer Interesse hat, kann gern dabei sein.“ Nur ein Moment des Innehaltens, denn der Zeitplan soll straff weiter verfolgt werden. Als Nächstes werden die Elektro- und Datenleitungen verlegt sowie die Fenster eingesetzt. Der Innenausbau folgt Schritt für Schritt.

„In unserer internen Planung liegen wir zwei Wochen voraus“, sagt Rolf Wettstädt, geschäftsführender Gesellschafter des freien Trägers, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH. „Der Winter spielte uns in die Karten, wir hatten kaum Frostblockaden. Das Gewerbe, alles Firmen aus dem Ort oder der Region, arbeitet zuverlässig; die Qualität stimmt.“ Deshalb sei jetzt schon sicher, dass dieses Jahr keine externen Räume für eine begrenzte Zeit in Anspruch genommen werden müssen. „Zum Schuljahresanfang im August gibt es eine Einweihung mit einem großen Fest“, gibt sich Wettstädt zuversichtlich.

Von der Wiesenstraße aus ist im Rohbau zunächst ein flaches Haus zu sehen. In ihm werden Sekretariat, Direktorat und ein Lehrerzimmer unterkommen. In einer Küche sollen nach dem Cook-&-Chill-Verfahren tiefgefrorene Mahlzeiten des Caterers erhitzt werden. Den meisten Platz beansprucht die Mensa, die für 130 Schüler möbliert wird. „Sie soll auch als Aula nutzbar sein. Eine solche fehlte uns bisher, so dass wir bei Veranstaltungen auf die Parthelandhalle ausweichen mussten“, schildert Kathrin Mayer.

An den Flachbau schließt sich das neue Haus zwei an, das genauso aussieht wie das Haus eins, das 2012 eingeweiht worden war. In den neun Räumen sollen künftig die Fünft- und Sechstklässler unterrichtet werden. Die älteren Schüler gehen ins bisherige Gymnasium, das über Fachkabinette für Physik und Chemie verfügt.

48 Schüler kommen neu hinzu, so dass ab August 221 Mädchen und Jungen der Klassen fünf bis zehn das Freie Gymnasium besuchen. „Wir haben dann Platz für eine Zweizügigkeit bis zur zwölften Klassenstufe“, erklärt Mayer. Der Träger lässt sich das eine Stange Geld kosten. 2,4 Millionen Euro gibt er aus für den Erweiterungsbau, finanziert per Kredit über seine Hausbank. „Wir hatten zwar versucht, über den Freistaat Sachsen Zuschüsse zu bekommen, doch das wurde abgelehnt“, erklärt Wettstädt.

Offen zeigt sich das Gymnasium nicht nur für neue Fünftklässler. Auch wer dieses Jahr die zehnte Klasse an einer Oberschule abschließt, kann dort sein Abitur machen, das den allgemeinen Hochschulzugang ermöglicht. „Laut Gesetz muss in solchen Fällen die zehnte Klasse wiederholt werden, um das gymnasiale Niveau zu erreichen“, erläutert Mayer. „Die Interessenten können bei uns einsteigen und in drei Jahren zum Abitur kommen.“ Wer von einem anderen Gymnasium nach Naunhof wechseln möchte, kann dies nach Abschluss der neunten Klasse tun. Voraussetzung ist stets, dass die Schüler bisher Französisch oder Spanisch als zweite Fremdsprache erlernt haben.

Lange war zwischen dem freien Träger und Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) um die Zukunft der Bildungsstätte gestritten worden. Erst als Stadtrat Gerold Meyer (CDU) vor einem Jahr zwischen beiden vermittelte, ebnete sich zügig der Weg zur Erweiterung.

Von Frank Pfeifer

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