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Grimma Naunhofer Label "Armyn Music Redords" zieht um
Region Grimma Naunhofer Label "Armyn Music Redords" zieht um
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14:31 19.05.2015
Eines teuren Wandschmucks bedarf ein Aufnahmestudio nicht zwingend: Marcus Richter von Armyn Music Records tapeziert einen Raum im neuen Naunhofer Domizil mit Magazin-Seiten. Quelle: Roger Dietze

Ganz im Gegenteil starten sie ab April in einem neuen Tonstudio in der Naunhofer Innenstadt durch.

Die ursprünglich verfolgten Pläne, aus dem angestammten Domizil im Kinder- und Jugendhaus Oase 26 in den hinteren Bereich des Gebäudes umzuziehen, hatten sich spätestens mit der Entscheidung der Stadt zerschlagen, diesen Teil abzureißen. "Bürgermeister Volker Zocher und die Naunhofer Wohnbau GmbH haben uns tatkräftig bei der Suche nach einer Alternative unterstützt", berichtet Arvid Börner, Kopf von Armyn Music Records, der das neue Quartier gegenüber dem alten als einen Quantensprung bezeichnet. "Die Zusammenarbeit mit der Oase-Leiterin Katharina Schwarz war zwar sehr gut, aber im neuen Studio sind wir unabhängig und können zu jeder Uhrzeit arbeiten."

Wie der 28-Jährige weiter sagte, wurde die Scheibe "Wenn der Hammer fällt" bislang rund 40-mal verkauft. Nicht als "physischer" Tonträger etwa in Form einer CD, sondern vielmehr als musikalisches Angebot im Internet. "Platin haben wir damit knapp verfehlt", meint Börner augenzwinkernd und deutet damit an, dass es eines langen Atems bedarf, um sich in der Hiphop-Szene einen Namen zu machen. "Die ganze Sache bleibt für uns auf unabsehbare Zeit ein Zuschussgeschäft, was uns aber insofern nicht weiter stört, da für uns die Musik im Vordergrund steht."

Nachdem die Musik im Zusammenhang mit der Suche nach einem neuen Domizil zwangsläufig etwas in den Hintergrund getreten ist, wollen ihr Börner und seine drei Mitstreiter im neuen Tonstudio, das unter anderem über eine Aufnahmekabine verfügen wird, ab dem Frühjahr wieder zu mehr Geltung verhelfen. "Für neue Projekte suchen wir Sängerinnen und Sänger", macht Börner Werbung in eigener Sache. Und zwar fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem die erste "Scheibe" in der Oase 26 mit einer so genannten Release-Party zum (kostenpflichtigen) Herunterladen aus dem Internet freigegeben wurde. Auch der Vertrieb künftiger Musik-Projekte werde ausschließlich über das Internet erfolgen. Im neuen Domizil solle auch Bands die Möglichkeit zur Aufnahme von Songs gegeben werden.

"Eine Band wird auf jeden Fall in die neuen Räumlichkeiten hineinpassen", so Börner, der glaubt, dass allein in der Parthestadt vier bis fünf Gruppen von dem Angebot Gebrauch machen würden. "Wir wollen jenen Leuten mit Potenzial, die zumeist im Verborgenen ihr musikalisches Süppchen kochen, einen Raum geben, sich darzustellen und zu vermarkten."

An ihrer eigenen Vermarktung bastelt auch das Naunhofer Label unermüdlich. Unlängst hat es mit der Produktion seines ersten Videos, das unter den Stichworten "Wenn der Hammer fällt / O-Brian" bei Youtube zu finden ist, einen weiteren Schritt auf diesem Weg getan.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.03.2014
Dietze, Roger

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