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Naunhofer Mandatswechsel im zweiten Anlauf

Naunhofer Mandatswechsel im zweiten Anlauf

Der Wechsel ist vollzogen. Auf seiner jüngsten Sitzung sprach sich der Stadtrat erneut dafür aus, dass Michael Eichhorn (Die Linke) das Abgeordnetenmandat von seinem Vater Harry übernehmen darf.

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Harry Eichhorn

Quelle: Privat

Naunhof. Allerdings reichten dafür noch weniger Stimmen aus als beim ersten Mal am 17. Juli. Das damalige Votum hatte die Kommunalaufsicht wegen eines Formfehlers als ungültig erklärt.

Als es nun wieder um sie ging, waren beide Eichhorns nicht anwesend. Der Sachverhalt war aber allen Abgeordneten noch bestens bekannt. Harry Eichhorn hatte zur Kommunalwahl die zweitmeisten Stimmen für seine Partei gezogen. Dann gab er offiziell Altersgründe an, um sein Mandat nicht wahrnehmen zu können. Später sprach er auch davon, er wolle mit seinem Schritt "jungen Kollegen eine Chance geben". Dass es sich beim Nachrücker ausgerechnet um seinen Sohn handelte, gab dem Ganzen ein ein zusätzliches Geschmäckle.

Als nun am 17. Juni darüber befunden werden sollte, ob der Rat der Mandatsübergabe stattgibt, votierten fünf Abgeordnete und Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) dafür, während sich elf Abgeordnete enthielten. Jetzt, zwei Wochen später, gab es nur zwei Ja-Stimmen, die am Ende ausreichten: die von Christian Plischke (Linke) und von Zocher. Dieter Schenk (Bürgerinitiative Naunhof) war dagegen, die restlichen acht Abgeordneten enthielten sich.

Gerold Meyer (CDU) begründete sein Abstimmungsverhalten: "Wer gegen den Antrag Eichhorns stimmt, wendet sich zugleich gegen die Sächsische Gemeindeordnung, nach der niemand sein Mandat antreten muss, der älter als 65 ist. Wenn man dafür stimmt, sieht es so aus, als wenn man Eichhorns Meinung vertritt. Deshalb enthalte ich mich."

Harry Eichhorn (74) war 1986 bis '90 Bürgermeister von Naunhof. Ab 1999 hatte er einen Sitz im Stadtrat. Nach dem jetzigen Ausscheiden will er sich weiter der Parteiarbeit widmen. Sein Sohn, der für ihn nachrückt, ist 25 Jahre alt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2014
Pfeifer, Frank

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