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Naunhofer Museum baut auf Wissenschaft

Naunhofer Museum baut auf Wissenschaft


Naunhof. Die Kooperation des Museums für historische Bürotechnik Naunhof mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HWTK) Leipzig trägt Früchte.

. Die Studentinnen Josefine Hoske, Jennifer Hofmann und Annegret Behrens vom Studiengang Museologie der HWTK haben im Rahmen einer Projektarbeit für das Museum ein neuesAusstellungskonzept erarbeitet. Betreut wurden sie dabei von Professor Dr. Gisela Weiß. Am Sonntag wird das Konzept dem Museum offiziell übergeben.

 

 

Im November 2008 war die Initialzündung für das Projekt gegeben worden. Damals hatten die Vertreter der Hochschule gemeinsam mit der Leiterin der Naunhofer Kultur WerkStadt und mit dem Vorsitzenden des Museumsvereins, Ludwig Kaufmann, die Zusammenarbeit vereinbart. Ziel war, ein Ausstellungskonzept nach strengen musealen Gesichtspunkten zu erarbeiten, das zugleich das in der städtischen Planung mit der Sanierung des Vereinshaus vorgesehene Raumkonzept berücksichtigt. Die Ausstellung soll künftig im Erdgeschoss behinderten- und kindgerecht gestaltet sein und noch mehr Interessierten die Möglichkeit des Museumsbesuchs eröffnen. Ludwig Kaufmann denkt dabei unter anderem auch an Patienten von Reha-Kliniken aus dem Umland. Kaufmann: „Nicht zuletzt werden die Bildungseinrichtungen im Kreisgebiet von der höheren Qualität des Bildungsangebotes profitieren, das mit der neuen Ausstellungskonzeption unterbreitet wird. Die vorhandenen Exponate ermöglichen es dem Besucher, sich ein lückenloses, attraktives und anschauliches Bild von der geschichtlichen Entwicklung der Bürotechnik des 20. Jahrhunderts zu machen. Gleichzeitig werden soziale und kulturhistoprische Hintergründe aufgezeigt."

So wird die Ausstellung künftig, chronologisch in fünf Zeitabschnitte geordnet, einen Überblick über alle Bereiche der Bürotechnik gewähren. Schreib-, Rechen- und Computertechnik werden dort ebenso anzutreffen sein wie Vervielfältigungstechnik, Postbearbeitung, Kommunikationstechnik und Kassentechnik. Wobei, wie Kaufmann hervorhebt, die Dokumentation in Wort und Bild dem Besucher es ermöglichen wird, auch selbständig die Ausstellung zu erkunden.Dabei könnten Besucher zahlreiche Stationen passieren, an denen sie selbsttätig werden können. Auf einem Zeitstrahl sollen außerdem markante historische Erfindungen in den geschichtlichen Kontext gestellt werden. Die Ausstellung mündet für den Besucher in der Zusammenfassung aller präsentierten Techniken im komplexen Computersystem.

Begleitet werden soll das neue Ausstellungskonzept auch von einem museumspädagogischen Programm. Ludwig Kaufmann: „Ein wichtiges Anliegen unserer Arbeit ist, dass das Wissen und die Erfahrung, die das Museum für historische Bürotechnik verkörpert, von nachfolgenden Generationen angeeignet und bewahrt werden.Deshalb werden wir beispielsweise in Abstimmung mit Schulen und deren Lehrplänen Arbeitsmaterialien erarbeiten, auf die unter anderem in den Fächern Mathematik, Informatik oder Physik zurückgegriffen werden kann. Berufsbildende Schulen könnten wir mit unseren Angeboten im Technikunterricht unterstützen."

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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