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Naunhofer Osttangente soll Mitte kommenden Jahres fertig sein

Erster Spatenstich Naunhofer Osttangente soll Mitte kommenden Jahres fertig sein

Der Verlauf der künftigen Naunhofer Osttangente lässt sich bereits gut erkennen, die Trasse wurde geschoben. Am Mittwochvormittag erfolgte der offizielle erste Spatenstich. In rund einem Jahr soll die rund 1,3 Kilometer lange Verkehrsader zwischen Autobahnzubringer und Wurzener Straße fertig sein.

Die Trasse ist bereits geschoben. Hier soll eine Verbindung zwischen Wurzener Straße und Autobahnzubringer die Innenstadt vom Verkehr entlasten.

Quelle: Thomas Kube

Naunhof. Der Verlauf der künftigen Naunhofer Osttangente lässt sich bereits gut erkennen, die Trasse wurde geschoben. Am Mittwochvormittag erfolgte der offizielle erste Spatenstich. In rund einem Jahr soll die rund 1,3 Kilometer lange Verkehrsader zwischen Autobahnzubringer und Wurzener Straße fertig sein.

„Dem Anlass angemessen, müsste eigentlich die halbe Stadt hier sein“, erklärte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), der die geladenen Gäste und einige interessierte Naunhofer begrüßte. „Die neue Straße hat eine immense Bedeutung und ist Bestandteil eines größeren Verkehrskonzepts, das die Stadt entlasten wird.“

Mit dem Bau nimmt ein langes Genehmigungsverfahren sein glückliches Ende. 2001 wurde der erste Erschließungsvertrag geschlossen, mehrfach kamen neue bürokratische Hürden dazwischen, mussten geänderte Fördermittelanträge gestellt werden. „Das forderte viel Kraft und Geduld“, kommentierte Zocher.

Diese Kraft musste vor allem Karl-Heinz Schenk, Geschäftsführer der Leipziger Betonunion (LBU), aufbringen, der eigentliche Bauherr. Laut Zocher hat das Unternehmen von den fast zwei Millionen Euro Gesamtsumme 1,143 Millionen Euro zu tragen. Die Beihilfen vom Freistaat, um die sich die betreuende Kommune bemüht hat, betragen 807.000 Euro.

„Als nächstes wollen wir den Unterbau der Straße herstellen“, erläuterte Schenk. In zwei Wochen werde die Trinkwasserleitung, die die Trasse quert, mit einer Betonhülle eingehaust. Danach beginne der Tiefbau für die Entwässerungsleitung. Bis Mitte nächsten Jahres werde die Teilortsumgehung fertig sein, die dann ins Eigentum der Stadt übergeht.

Existiert die Osttangente, will die LBU von ihr aus das künftige riesige Wohngebiet am Grillensee erschließen. Zocher bezeichnete die Straße deshalb als „Aorta für einen neuen Stadtteil“. Damit Naunhof nicht nur eine Schlafstadt werde, würde sich in dem Areal Gewerbe im kulturellen und touristischen Bereich ansiedeln.

Die Planungen der Stadt gehen indessen weiter. Sie will in Fortsetzung der Osttangente von der Wurzener Straße eine neue Verbindung zur Großsteinberger Straße schaffen, die den Durchgangsverkehr weiter optimieren würde. „Wir sichern dort zurzeit Grundstücke“, erklärte der Bürgermeister. „Ich hoffe, dass wir in meiner Amtszeit noch den ersten Spatenstich setzen können.“

Von Frank Pfeifer

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