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Grimma Naunhofer Osttangente wird deutlich schneller fertig
Region Grimma Naunhofer Osttangente wird deutlich schneller fertig
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16:56 30.09.2016
Straßentiefbauer Mario Eisfeld misst die Tiefe des Drainagegrabens, während sein Kollege Wolfgang Hofmann von der Markkleeberger Firma Fino diesen mit dem Bagger aushebt. Quelle: Foto: Frank Pfeifer
Naunhof

Deutlich eher als geplant wird voraussichtlich die Osttangente fertiggestellt. Wie Bauamtsleiter Thomas Hertel am Donnerstagabend im Vergabeausschuss verkündete, können die Arbeiten an der Teilortsumgehung – abhängig vom Wetter – Ende Dezember oder im kommenden Frühling beendet werden. Ursprünglich war die Übergabe erst in rund einem Jahr vorgesehen.

„Ich habe mächtig den Termin gedrückt“, erklärte am Freitag Bauherr Karl-Heinz Schenk, Geschäftsführer der Leipziger Beton-Union (LBU). Er will zügig fertig werden, denn dann kann er eher damit beginnen, von der neuen Verbindung zwischen Wurzener Straße und Autobahnzubringer aus das künftige Wohngebiet Grünstadt Naunhof zu erschließen.

Die vorschnelle Fertigstellung der Osttangente wird möglich, weil sich unerwartet ein Zeitfenster aufgetan hat. Ursprünglich war vorgesehen, ab September die Polenzer Straße in Ammelshain zu sanieren, die Umleitung hätte über den Autobahnzubringer geführt. Weil das Ammelshainer Vorhaben aber verschoben wurde, lässt sich nun der Verkehr auf dem Autobahnzubringer einschränken. Vom 4. Oktober bis 23. Dezember wird die Staatsstraße halbseitig gesperrt, um die Osttangente einbinden zu können. Fahrzeuge werden per Baustellenampel vorbeigeleitet, für Radler gibt’s eine Umleitung.

Sichtlich voran ist es indessen auf der Baustelle der Osttangente gegangen. Auf der rund 1,3 Kilometer langen Trasse wird der Unterbau eingebracht. Die Bordsteine auf der Seite der Bahnlinie sind gesetzt. Dort ist zusätzlich eine Betongleitwand vorgesehen, damit Autos bei einem Unfall nicht auf die Gleise geraten können.

Momentan werden die Drainageleitungen gezogen und Einlaufschächte gesetzt. Mit diesem System wird das Regenwasser aufgefangen und zu einem Überlaufbecken geführt, dessen Bau der Vergabeausschuss für 498 747 Euro der GP Verkehrswegebau GmbH aus Halle zusprach. Es läuft laut Hertel aber noch ein Widerspruch der Strabag, die sich auch um den Auftrag bemühte. Bis zum 10. Oktober müsse darüber entschieden werden. Sollte der Konkurrent Recht erhalten, müsste nochmals über die Vergabe befunden werden. Hertel: „Wir gehen davon aus, dass die Strabag keinen Erfolg hat.“

Eröffnet wurde im Ausschuss der Reigen der Nachträge. Laut Hertel hat das beauftragte Planungsbüro zwar die Straßenlampen, aber nicht das dazugehörige Kabel ausgeschrieben. Es kostet zusätzlich 32 810 Euro. Nach Hertels Worten befinden sich weitere Nachträge über 47 000, 58 000 und 101 000 Euro in der Warteschleife, die noch zu prüfen sind. Marcus Blankenburg von der Unabhängigen Wählervereinigung gab zu bedenken, dass das schon zehn Prozent der Gesamtinvestition seien. So kam die Frage auf, ob sich das der Bauherr leisten kann.

„Über die Mehrkosten bin ich nicht begeistert“, sagte Schenk der LVZ. „Wir werden damit aber zurechtkommen.“ Wie berichtet, bezahlt die LBU die Straße, das Vorhaben läuft aber übers städtische Bauamt, das auch die Fördermittel beantragte. Inzwischen kommt eine Gesamtsumme von über zwei Millionen Euro zusammen.

„Wir begrüßen die Baumaßnahme in Gänze“, betonte Gabriele Wegel (CDU). „Es war bedauerlich, dass unsere Leute zum ersten Spatenstich im Juni nicht kommen konnten. Wenn es wieder einen Festakt gibt, wäre ein anderer Zeitpunkt günstiger.“ Laut Hertel fiel die Wahl für den feierlichen Baubeginn auf einen Vormittag, weil auch Behörden geladen waren.

Von Frank Pfeifer

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