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Grimma Naunhofer Rathaus wird umgebaut
Region Grimma Naunhofer Rathaus wird umgebaut
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13:22 09.04.2018
Leergeräumt ist das ehemalige Einwohnermeldeamt im Erdgeschoss des Naunhofer Rathauses. Hier soll der neue Sitzungssaal eingerichtet und mit einer Wand zur Wendeltreppe im Hintergrund abgegrenzt werden. Quelle: Foto: Andreas Döring
Naunhof

Etwas eigenwillig sah das 1995 eingeweihte Naunhofer Rathaus schon immer aus. Nicht nur seine rosa Außenfarbe war für manchen Betrachter gewöhnungsbedürftig, auch im Inneren brach der moderne Bau mit vielen Konventionen. Jetzt befindet er sich in einem größeren Umwandlungsprozess.

Wer das Gebäude betritt, den empfangen nicht dunkle Behördengänge, sondern die Weite eines großzügigen Foyers und eine Wendeltreppe in die oberen Stockwerke. Ebenerdig befanden sich unlängst noch die Anlaufstellen für Einwohner und jene, die das werden wollen. Doch nun wirkt das Parterre nahezu wie ausgestorben. Es soll künftig ganz anders mit Leben gefüllt werden.

Den Ausschlag für die Veränderung gab die Kreissparkasse, die einen Teil des Hauses in Beschlag nimmt. Vor zwei Jahren gestaltete sie ihre Räumlichkeiten neu. Die von der Stadt angemietete Fläche, auf der ihre Kontoauszugsdrucker standen, brauchte sie nicht mehr.

„Dort haben wir drei Räume für das Einwohnermeldeamt eingerichtet“, sagt Bauamtsleiter Thomas Hertel. Für ihn eine bessere Lösung als die vorherige. „Das alte Amt befand sich offen im Foyer. Andere Leute bekamen mit, was derjenige wollte, der gerade an der Reihe war. Der Datenschutz war nicht gewährleistet“, sagt er.

Die Stadtkasse im Foyer kommt mit weniger Platz aus. Seit der Kunde Freund Minipay gegenübersteht, braucht sie keinen Einzahlungsschalter mehr. Egal ob Kosten für Personalausweise oder Reisepässe, der Erwerb von Werbeartikeln oder Karten für Veranstaltungen, jetzt schluckt der Automat das Geld.

So sind viele Büros im Parterre verwaist. Hier und da steht noch ein Möbelstück; so richtig einladend begrüßt einen das Rathaus nicht. Doch Thomas Hertel hofft auf Besserung im kommenden Jahr. „Den frei gewordenen Bereich wollen wir zum neuen Rathaussaal umgestalten“, kündigt er an. Es würde sich um einen geschlossenen Raum handeln, denn zur Treppe hin werde eine Trennwand eingezogen. Von der Größe her solle er dem derzeitigen Saal gleichen.

Ein Teil des jetzigen Sitzungssaals, der sich vergrößern lässt, indem die Wand im Hintergrund entfernt wird. Aus dem Bereich im Foto soll ein Beratungsraum, aus dem anderen, kleineren ein Büro werden. Quelle: Andreas Döring

Dieser befindet sich im zweiten Stock und bereitet Hertel einige Sorgen. „Wenn unser Aufzug ausfällt, gelangen gehbehinderte Menschen nicht dorthin oder können im Notfall nicht das Haus ohne fremde Hilfe verlassen“, erläutert er die momentane Situation. „Außerdem verfügt er nicht über einen zweiten Fluchtweg, was für öffentliche Veranstaltungen ungünstig ist.“

Mit der Verlagerung ins Erdgeschoss wären die Defizite passé. Vorgesehen ist, für den künftigen barrierefreien Saal einen zweiten Eingang zu schaffen, indem ein Fenster zur Raiffeisenbank hin durch eine Tür ersetzt wird. Alles in allem sind, einschließlich einer neuen Beleuchtung im Treppenhaus, rund 70 000 Euro als Kosten veranschlagt. Nach dem Umbau bleibt die Trennwand im jetzigen Saal geschlossen. Aus ihm werden dann je zur Hälfte ein Beratungsraum und ein Büro.

„Bevor es losgehen kann, brauchen wir für unser Vorhaben eine Änderung der Baugenehmigung“, erklärt Hertel. „Wir haben sie beim Landratsamt beantragt und warten auf Antwort.“ Wann dort die Entscheidung fällt, weiß die Kreisbehörde aber noch nicht. Der Antrag für den Umbau liege zwar vollständig vor, so Pressesprecherin Brigitte Laux. Aber der Bericht des Sachverständigen zur Brandschutzprüfung sei erst Ende September eingegangen.

Von Frank Pfeifer

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