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Grimma Naunhofer Rathauskonzert erlebt 155. Auflage
Region Grimma Naunhofer Rathauskonzert erlebt 155. Auflage
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13:08 23.02.2018
155. Rathauskonzert in Naunhof, Sopranistin Christina Roterberg, Cembalistin Anke Dennert und Barockviolinistin Gabriele Steinfeld Quelle: Bert Endruszeit
Naunhof

Auf stolze 155 Veranstaltungen blicken die Naunhofer Rathauskonzerte zurück. Denn am Sonntag gastierten anlässlich der 155. Auflage gleich drei Musikerinnen im örtlichen Bürgersaal: Sopranistin Christina Roterberg, Cembalistin Anke Dennert und Barockviolinistin Gabriele Steinfeld luden zu einem Liederabend, der einen musikalischen Streifzug durch das Leben „bei Hofe“ bot. Das 17. und 18. Jahrhundert wurde bei diesem „Gipfeltreffen italienischer und norddeutscher Meister“ auf interessante Weise wieder lebendig.

Die Besucher erlebten nicht mehr und nicht weniger als eine Konzert-Rarität, denn Liederabende muss man in der Region oft mit der Lupe suchen. „Trotzdem oder gerade deshalb hat sich die Rathauskonzertreihe seit zwei Jahren in Richtung Vokalmusik in Naunhof neu profiliert“, erklärte Anja Gaitzsch, Leiterin der Naunhofer Kulturwerkstadt. Nachdem sich Annette Reinhold, die über 20 Jahre die Konzertreihe für Naunhof organisiert hat, zurückgezogen hat, übernahm nun ihre Tochter Henriette den Staffelstab. „Sie kennt sich in diesem Bereich sehr gut aus und kann hier hervorragende Qualität liefern“, findet Gaitzsch. So werde die Kunstform des Liedes, die vor allem für die deutsche Musikgeschichte sehr wichtig ist, wieder in den Vordergrund gerückt. Innerhalb eines kurzen Liedes könne ein ganzer Kosmos mit großen Gefühlen und Geschichten geöffnet werden.

Das sei allerdings keine ganz leichte Aufgabe. „Den Reichtum des internationalen Liedgutes auch den Naunhofern näher zu bringen ist ein schwieriges Unterfangen. Die Zahl der Besucher entwickelt sich längst nicht so wie erwartet, obwohl regelmäßig bekannte Künstler wie Tobias Berndt oder Theo Adam auftreten. Die Gründe kann man nur suchen.“ Das Lied sei ein Genre für Liebhaber. „Man muss zumindest mal in Kontakt damit gekommen sein und gesehen haben, dass es toll ist, zu so einer Veranstaltung zu gehen. Nach dem Wegfall der klassischen Konzertreihe ist es außerdem nicht gelungen, dass neues Publikum nachrückt.“

Die Naunhofer Organisatoren blicken deshalb nun verstärkt in Richtung der benachbarten Messestadt und der benachbarten Gemeinden. „Vor allem dort gibt es Liebhaber des Genres, die nach Naunhof gelockt werden müssen. Außerdem bieten wir Hol- und Bringedienste für die weniger mobilen Menschen des Umlandes an. Mit unserem Citymobil werden die Gäste gegen geringes Entgelt von zu Hause abgeholt und auch wieder zurückgebracht“, betont Gaitzsch. Ihr Tipp: einfach mal ausprobieren.

Informationen dazu gibt es im Begegnungszentrum bei Barbara Hildebrandt unter Telefon 034293 55152.

Neuauflagen sind längst geplant, in diesem Jahr wird es noch drei weitere Rathauskonzerte geben. Das nächste am 10. Juni ab 20 Uhr unter freiem Naunhofer Himmel: An diesem Tag präsentiert das Ensemble Thios Omilos Werke Wiener Komponisten sowie europäische Volkslieder. Karten gibt es schon jetzt im Vorverkauf - für zehn Euro in der Einwohnermeldestelle des Rathauses Naunhof unter Telefon 034293 42119.

Von Bert Endruszeit

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