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Grimma Naunhofer Schausteller beginnt neue Saison diesmal in Dresden
Region Grimma Naunhofer Schausteller beginnt neue Saison diesmal in Dresden
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14:16 19.05.2015
Alles in Ordnung: Vor dem Saisonstart wechselte Peter Bohms defekte Lampen am Kinderkarussell "Babyflug" aus, das er in Naunhof aufstellte. Quelle: Andreas Röse

Die meisten seiner Fahrgeschäfte musste er deshalb etwas weiter transportieren. Sie stehen seit Sonnabend auf dem Frühlingsfest in der Landeshauptstadt Dresden.

In den vergangenen Wochen hat sie der 49-Jährige flott gemacht. Er ist in vierter Generation Schausteller und weiß aus dem Effeff, was er zu tun hat. Hier und da mussten Geräte ausgebessert werden, waren Keilriemen zu wechseln, hatte er Hydrauliköl aufzufüllen. Bohms stellte neue Lichterleisten her, strich Gestänge, vor allem aber war über den Winter viel Büroarbeit zu erledigen. "Ich nutze die Zeit, um mit Städten, Gemeinden und Vereinen Verträge abzuschließen", erläutert er. Rechnen darf er nun damit, 26-mal in der Saison umziehen zu können. Vergangenes Jahr sah das zu diesem Zeitpunkt noch genauso aus, doch dann entfielen wegen der Flut einige Feste, was zu merklichen Einbußen geführt hatte.

Es fällt nicht unbedingt leicht, solche Ausfälle zu verkraften, handelt es sich doch um ein Geschäft, so Bohms, "bei dem man nicht reich werden kann." Es ließe sich zwar davon leben, doch nur, wenn der Schausteller gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten tanzt. "Früher reichte es, wenn wir uns pro Wochenende auf nur einen Platz stellten. Heute teilen wir aus auf zwei bis drei Plätze auf, um genügend Einnahmen zu erzielen", erläutert er. "Das heißt, wir sind auf einem großen Platz, für den Gebühren fällig werden, und auf ein bis zwei kleinen Festen oder Gartenfesten, wo wir meist nichts bezahlen müssen." Vertreten war er am Wochenende deshalb mit zwei Geschäften zum Veilchenmarkt in seiner Heimatstadt.

Genügend Substanz hat er, um splitten zu können. Unterwegs ist er mit einer elf Meter und einer sieben Meter langen Losbude. Dazu kommen zwei Kinderkarussells, eine Kindereisenbahn, ein Plüschtiergreifer, eine Waffel-Kräppel-Bäckerei und eine Weihnachtsmarkthütte. Am günstigsten sind die Stadtfeste. "Da kommen die Leute selbst noch bei Regen zu uns", sagt der Naunhofer. Von der Witterung ist er stark abhängig, er kennt die Kombination aus Nässe, Kälte und nur wenig Besucherverkehr.

"Das Gewerbe ist härter geworden", schätzt Bohms ein. Immer noch wird er damit konfrontiert, dass zu DDR-Zeiten eine Fahrt billiger war. "Aber wir müssen alle zwei bis drei Jahre zum TÜV. Alle Geschäfte sind versichert, und die Policen werden immer teurer", erklärt er. "Die Preise können einfach nicht gleich bleiben." Dass auch in dieser Saison viele darüber hinwegsehen und den Spaß in den Vordergrund stellen, darauf kann er nur hoffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.04.2014
Pfeifer, Frank

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