Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Naunhofer Sportvereine gegen teure Nutzungsgebühr
Region Grimma Naunhofer Sportvereine gegen teure Nutzungsgebühr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:58 19.05.2015

Jetzt wandten sich mit dem BSC Victoria, dem SV Naunhof 1920 und dem TSV 1884 drei Sportvereine in einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit. Sie werfen Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) vor, bei der Erarbeitung des Papiers nie bereit gewesen zu sein, mit ihnen gemeinsam zu beraten. Deswegen hätten sie sich auf Initiative der Unabhängigen Wählervereinigung getroffen, um ihre Einschätzungen zum Zahlenwerk abzugleichen.

"Es herrschte Einigkeit darüber, dass der Vorschlag so nicht akzeptabel ist", teilten sie mit. "Vor allem fehlen Festlegungen zu den Sportplätzen in der Clade, dem Schlossturnplatz sowie den Plätzen in Ammelshain und in Albrechts-hain. Das macht eine reale Kalkulation möglicher künftiger Belastungen unmöglich." Nach jetzigem Stand rechne der SV Naunhof mit einer zusätzlichen Belastung von jährlich 5800 Euro; eine Benutzungsgebühr für die Plätze sei da noch nicht enthalten. Auf den BSC Victoria kämen zusätzlich rund 20 000 Euro zu, auf den TSV ungefähr 4500 Euro.

Die Vereine sehen keine Gleichbehandlung aller Vereine; manche Sportarten würden mehr Platz und teurere Geräte als andere brauchen. Merkwürdig mute auch an, dass der Kreissportbund künftig weniger für die Nutzung der Sportstätten zahlen solle als ortsansässige Vereine. "Wenn das das Ergebnis der Beratung durch Michael Schramm (CDU-Ortsvorsitzender, CDU-Stadtrat, Vizepräsident des Kreissportbundes und Präsident des Aktivsportvereins Saxonia Naunhof) sein soll, war diese Beratung sehr einseitig", heißt es.

Klar sei den drei Vereinen, dass sie einen Beitrag für Bestand und Erhalt der Sportstätten leisten müssten. Aber der nun geforderte Beitrag überschreite ihre Leistungsfähigkeit bei weitem. Die in Abstimmung mit ihnen im Haushaltskonsolidierungskonzept vorgesehenen 10 000 Euro für die Nutzung aller Sportstätten würden für sie einen fairen Ausgleich und die Schmerzgrenze darstellen. Denn schon dieser Betrag werde nur mit einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge aufzubringen sein.

In den vergangenen Tagen passierte die neue Ordnung mehrere Ortschaftsräte. Die Gremien forderten, für einige öffentliche Einrichtungen niedrigere Nutzungsgebühren anzusetzen. Der Stadtrat soll voraussichtlich Ende November über das gesamte Papier und alle Änderungsanträge abstimmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.11.2014
Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

"In meinem Kopf hatte ich Naunhof, als ich die Geschichte schrieb", sagt Isabel Spörl. Ihr Kinderbuch, das sie dieses Jahr auf den Markt brachte und aus dem sie in der kommenden Woche in der Stadtbibliothek liest, spielt in einer idyllischen Gegend.

19.05.2015

Im dritten Anlauf schaffte es der Naunhofer Stadtrat, eine Überprüfung seiner Mitglieder und von Rathaus-Mitarbeitern hinsichtlich einer Tätigkeit beim früheren Staatssicherheitsdienst der DDR zu veranlassen.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_37331]Naunhof. Deutlichen Druck übt der Stadtrat jetzt auf das Freie Gymnasium Naunhof aus, in Sachen Zukunftssicherung der Bildungsstätte zu Potte zu kommen.

19.05.2015
Anzeige