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Grimma Naunhofer Stiftung unterzeichnet Vertrag zur Übernahme des Gymnasiums
Region Grimma Naunhofer Stiftung unterzeichnet Vertrag zur Übernahme des Gymnasiums
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13:48 19.05.2015

Ein notariell beglaubigter Überleitungsvertrag sei in dieser Woche unterschrieben worden.

Wirksam werde der Wechsel Ende Juli kommenden Jahres. "Wir haben uns bewusst für die Übernahme der Trägerschaft zu einem so frühen Zeitpunkt entschieden. Zum einen, um für alle Seiten rechtzeitig Planungssicherheit zu schaffen, zum anderen, um weiteren, offensichtlich vorhandenen und geäußerten Unsicherheiten und Irritationen in Naunhof vorzubeugen", erklärte Ulm.

Zweifel hatte im Stadtrat der CDU-Abgeordnete Gerold Meyer geäußert, der es für möglich hielt, dass der Da-Vinci-Campus die Trägerschaft an einen finanzstärkeren Partner als die Naunhofer Stiftung übergibt. Trotz Überleitungsvertrag scheinen immer noch Unwägbarkeiten zu bestehen. "Um den Wechsel der Trägerschaft in die Tat umzusetzen, sind noch einige, auch formale Schritte notwendig", ließ Ulm wissen. "Formal muss zunächst die Bildungsagentur dem Trägerwechsel zustimmen. Dazu müssen die offenen Raumfragen für das kommende Schuljahr und die des dringend erforderlichen zweiten Schulgebäudes geklärt werden."

Im nächsten Schritt werde der bisherige Träger gemeinsam mit der Stiftung die Stadt um Zustimmung zum Wechsel bitten. Vorgeschlagen werden solle, dass die gemeinnützige Gesellschaft der Stiftung, die Partheland Campus gGmbH, in den bestehenden Fördervertrag eintritt. Zu diesem Thema hatte es im Stadtrat eine konkrete Forderung gegeben. Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) sagte, die über 500 000 Euro, die die Stadt bisher über den Fördervertrag an den Da-Vinci-Campus gezahlt habe, dürften beim Trägerwechsel nicht verschwinden. Einstimmig forderte der Stadtrat daraufhin, dass der Da-Vinci-Campus zur Klärung der mit dem Trägerwechsel verbundenen Auswirkungen auf den Fördervertrag an die Stadt herantreten solle.

Außerdem, so das Stadtparlament, solle die Stiftung der Kommune Bescheid geben, wenn sie sich hinsichtlich der Fläche für eine Erweiterung des Gymnasiums mit der Feuerwehr geeinigt habe, die ebenfalls Anspruch auf das Areal erhebt. Dieser Bitte, versprach Ulm, solle in Kürze nachgekommen werden, indem der Stadt ein umfangreicher Vertragsentwurf unterbreitet werde. Die Zeit dränge. Wenn das dringend erforderliche zweite Schulgebäude rechtzeitig zum Schuljahr 2016/'17 fertiggestellt werden soll, müsse eine entsprechende Vereinbarung zum Grundstück und für die Unterbringung der Kinder für das kommende Schuljahr noch dieses Jahr in trockene Tücher gebracht werden.

"Wir wollen die Schulträgerschaft nur mit dem ausdrücklichen Willen und Wohlwollen der Stadt übernehmen", hielt Ulm fest. "Unser Ziel bleibt die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung des Gymnasiums in und für Naunhof." Die Stadt habe es nun in der Hand, diese zu ermöglichen. Das pädagogische Konzept werde beim Wechsel vom derzeitigen Träger genauso übernommen wie das Personal mit Schulleiterin und Lehrkörper.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.11.2014
Pfeifer, Frank

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