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Naunhofer Turmuhrenmuseum: Eier auf dem Gabentisch

Naunhofer Turmuhrenmuseum: Eier auf dem Gabentisch

Findet der "normale" Zeitgenosse auf seinem Gabentisch, gleich ob zum Geburtstag oder zu Weihnachten, Gänse-, Wachtel- oder Straußeneier, dann dürfte sich seine Freude darüber in Grenzen halten.

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Filigrane Kunstwerke: Ursula und Reinhard Loos aus Leipzig können sich an Kerstin Raths Eier-Kreationen kaum sattsehen.

Quelle: Roger Dietze

Naunhof. Ganz anderer Art indes sind die Reaktionen, die Kerstin Rath in einem solchen Fall zeigen würde.

Allerdings interessiert sich die Nerchauerin weniger für den Inhalt der ihr häufig zuteil werdenden ungewöhnlichen Geschenke, als vielmehr für deren Hülle. Denn sie ist im Grimmaer Ortsteil und über dessen Grenzen hinaus als "Eierfrau" bekannt, die unter ihren Händen aus Eiern kleine Kunstwerke entstehen lässt. Davon überzeugen können sich die Besucher des Naunhofer Turmuhrenmuseums, in dem seit Sonntag im Rahmen einer neuen Sonderausstellung ausgewählte Stücke von ihr gezeigt werden.

Stücke, bis zu deren künstlerischer Vollendung die 48-Jährige mit einem Drehmel-Multifunktionswerkzeug bis zu 35 Stunden die Oberfläche eines Gänse-, Wachtel- oder Straußeneis bearbeitet. Vor gut drei Jahren kam sie durch einen Artikel in einer Bastelzeitschrift zu ihrem Hobby und stellte ihre ersten Stücke noch mit einer Standbohrmaschine her. "Ich war mächtig stolz auf meine ersten gestalteten Eier, die nicht zerbrachen", so die Mutter eines 22-jährigen Sohnes, die für ihr Kunsthandwerk prinzipiell unbefruchtete Eier einsetzt. Da diese bekanntlich höchst zerbrechlich sind, ist laut Rath eine größtmögliche Konzentration erforderlich.

"Die Muster werden unter anderem aufgepaust und die Linien nachgefräst", so die an der Grimmaer Oberschule tätige Lehrerin, für die ihr Hobby mehr als nur einen Zeitvertreib darstellt. "Als ich damit begann, war ich sehr krank, in der Ergotherapie begann ich Körbe zu flechten, Speckstein zu bearbeiten und mit Acryl zu malen. Diese Tätigkeiten kommen mir bei meinem heutigen Hobby zugute", berichtet Kerstin Rath, die nach eigener Aussage nach Kräften von ihrer Familien unterstützt wird. "Mein Mann hat so manche Lampe repariert, bevor ich sie mit einem Eierlampenschirm bestückt habe, und mein Sohn steuert tolle Einfälle zur Eiergestaltung bei." Regelmäßig sorgen sie zudem für Gänse-, Wachtel- und Straußeneier auf der Mutter Gabentische.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.03.2014
Dietze, Roger

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