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Grimma Naunhofer Unternehmer will Bürgermeister werden
Region Grimma Naunhofer Unternehmer will Bürgermeister werden
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05:00 03.08.2012
Matthias Ruf im Garten seines Elternhauses in Klinga. Quelle: Andreas Röse
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Naunhof

Wir wollen zeigen, welcher Mensch hinter dem Namen steckt. Matthias Ruf (parteilos) tritt als Einzelkandidat an.

Der Garten am elterlichen Haus in Klinga ist für den Landschaftsgärtner ein angenehmer Rückzugsort. Gehölze wie ein betagter Wacholder sind kreativ verschnitten – grüne Inseln thronen wie Toupets auf den verholzten Zweigen. Ein Wasserlauf plätschert in einem künstlich angelegten Teich. Doch bevor sich der 32-Jährige unter dem Pavillon aus dunklem Holz niederlässt, begrüßt er noch Mutter und Großmutter. So viel Respekt muss sein, scheinen seine blaugrauen Augen auszudrücken.

Dass Ruf aus seinem grünen Umfeld aussteigen und in die Politik einsteigen will, sei reiflich überlegt, sagt er selbst. Obwohl er in keiner der etablierten Parteien eine Heimat gefunden habe, sei er ein politisch interessierter Mensch. „Jetzt wird in meiner Heimatstadt gewählt", stellt er fest und sieht darin eine Chance, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen. Diese müsse sachbezogen sein, ist der gebürtige Grimmaer überzeugt. „Und vor allem menschlich", sagt er.

Ruf hat eigenen Aussagen zufolge keine Not gehabt, die Unterstützer-Unterschriften für seine Bewerbung einzusammeln. Der charmante, naturverbundene Mann wirkt unaufdringlich, wenn er mit sparsamen Gesten seine künftigen Ziele unterstreicht. Er wolle neues Vertrauen aufbauen, auch die Bewohner aus dem Umfeld von Naunhof mit einbeziehen. Lebensräume haben für den leidenschaftlichen Imker immer etwas mit Natur zu tun. „Sie so zu gestalten, dass man darin Kraft sammeln kann, das ist eine Herausforderung", sagt der Naunhofer, der noch ungebunden ist, sich jedoch eine Zukunft mit Familie und mehreren Kindern vorstellen kann.

Für das Amt des Bürgermeisters wäre er bereit, den mit seinem Bruder Marco gemeinsam betriebenen Landschaftsgartenbaubetrieb zu verlassen. „Naunhof braucht dringend neue Kräfte, um die Politikverdrossenheit seiner Einwohner aufzubrechen", so Ruf. Er sagt das überzeugt, jedoch ohne Arroganz. Der Zuspruch von den Leuten aus Klinga, wo er aufgewachsen ist, und aus Naunhof, wo er seit fünf Jahren wohnt und die Firma etabliert hat, bestärke ihn in seinem Vorhaben.

Er ist Seiteneinsteiger und verfügt deshalb nicht über Erfahrung in der Verwaltung. „Das hat durchaus Vorteile", verteidigt Ruf seine Position. Er habe den Blick von außen, sei nicht betriebsblind. Seine Bescheidenheit verbietet ihm, eine seltene Gabe ins Feld zu führen. Er kann zuhören.

Birgit Schöppenthau

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