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Grimma Naunhofer Veilchenmarkt bietet Vielfalt
Region Grimma Naunhofer Veilchenmarkt bietet Vielfalt
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13:21 25.03.2018
Der Osterhase alias Kulturwerkstadt-Mitarbeiter Norman Käckermann verteilt Süßigkeiten an die kleinen Veilchenmarkt-Besucher. Quelle: Roger Dietze
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Naunhof

Alte Liebe rostet nicht. Dieses Sprichwort passte am Sonnabend auf Diana Ottos Wiederbegegnung mit dem Klöppeln. Wie viele andere besuchte sie den Veilchenmarkt, jene Handwerks- und Kunstbörse, die zu den Höhepunkten im Naunhofer Veranstaltungsjahr gehört.

„Ich habe selbst eine Weile geklöppelt, es dann aber wieder sein lassen“, erzählte die Naunhoferin, deren Augen derweil beim Zuschauen immer größer wurden. „Klöppeln macht richtig viel Spaß, vielleicht finde ich meinen Klöppelsack noch im Keller und schließe mich dem Verein an.“ Die Nachricht nahm Ines Hauffe vom Grimmaer Klöppelverein „Barbara Uthmann“ mit Freude zur Kenntnis . Wir sind nur noch 15 Mitglieder, von denen nicht einmal alle aktiv sind, und Nachwuchs ist rar gesät“, sagte sie.

Ebenso rar wie bei den Naunhofer Rassegeflügelzüchtern, die sich beim Veilchenmarkt allerdings jugendlich-dynamisch in Person von Vereinsmitglied Anja Pöge (23) präsentierten. „Leider bin ich das mit Abstand jüngste Vereinsmitglied, das nächstälteste ist mein 40-jähriger Onkel“, so die angehende Landwirtin, die zwei Tage alte Zwerg-Wyandotten-Küken mit ins Stadtgut gebracht hatte. „Es ist ein schönes Hobby, das nicht aussterben darf“, betonte sie.

Nicht in Gefahr auszusterben, ist hingegen das Gärtner-Hobby. Die Probleme, mit denen sich Fachbetriebe wie die Gärtnerei Staudt aus Beucha konfrontiert sehen, liegen indes auf einer anderen Ebene. „Die zunehmend milder werdenden Frühjahre führen dazu, dass die Frühblüher schneller im Gewächshaus zur Blüte kommen, was in einem Jahr wie diesem, in dem Ostern spät liegt, verkaufstechnisch grundsätzlich von Nachteil ist“, so Mitarbeiterin Mandy Lick. „In diesem Frühling haben wir gleichwohl gut verkaufen können.“

Diesbezüglich eher schleppend laufen die Geschäfte bei der Keramikerin Brigitte Voigt, die an den beiden vergangenen Tagen ihren Stand traditionell im Stadtgut aufgeschlagen hatte. „Naunhof ist kein einfaches Pflaster“, urteilte die Fuchshainerin, die umso intensiver ihre kreativer Ader auslebt. „Fuchhainer Hähne“ etwa ist der Name einer neuen Serie ihrer Braunstein-Keramik mit transparenter Glasur. „Ganz gut nachgefragt werden auch meine Trolle und Gartengeister.“

Zum Thema „Nachfrage“ konnte man am Wochenende auch an Voigts Nachbarstand, der Naunhofer Töpferwerkstatt, einen Beitrag beisteuern. „Wir töpfern ja ausschließlich aus Spaß an der Freude, stellen aber fest, dass die Regale und Schränke der Leute bestens gefüllt sind, sodass man eigentlich nurmehr für kleinere Ergänzungsstücke Abnehmer findet“, so Hobby-Töpferin Peggy Giehlse.

Für Süßes hingegen gibt es insbesondere in der Osterzeit stets Abnehmer, weshalb der Osterhase alias Kulturwerkstadt-Mitarbeiter Norman Käckermann am Sonnabend einen leichten Stand hatte. Die älteren Jahrgänge kamen demgegenüber in den Genuss musikalischer Kost, für die am Sonnabend der Volkschor Klinga und am Sonntag die Trebsener Blasmusikanten verantwortlich zeichneten.

Von Roger Dietze

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