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Grimma Naunhofer Wehrleiter wendet sich gegen Schnellschüsse
Region Grimma Naunhofer Wehrleiter wendet sich gegen Schnellschüsse
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11:42 22.06.2016
 Wehrleiter Thomas Conrath   Quelle: Stadtverwaltung
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Naunhof

 Seine Zusammenarbeit mit dem Naunhofer Rathaus empfindet Stadtwehrleiter Thomas Conrath als ausgesprochen konstruktiv, angenehm und vertrauenswürdig, auch wenn derzeit durch Diskussionen im Stadtrat seiner Meinung nach ein anderer Eindruck entsteht. Es störe ihn, dass so aussehe, als könnten wegen der Feuerwehr andere Dinge nicht realisiert werden. Speziell reagiert er auf Statements von zwei Abgeordneten zur jüngsten Haushaltsdebatte.

Uwe Kulisch hatte im Namen von Unabhängiger Wählervereinigung, FDP und Wählervereinigung Ammelshain gefordert, im Finanzpaket die Aufwendungen für die Einführung des Digitalfunks bei den Naunhofer Feuerwehren zu planen. Außerdem bat er darum – wie auch Michael Schramm (CDU) – Ausgaben für ein neues Feuerwehrfahrzeug zu berücksichtigen.

„Hierzu stelle ich fest, dass nach meinem Kenntnisstand die Mittel für die Zwischenfinanzierung des Digitalfunks seit Jahren immer wieder geplant waren und sind“, erklärte Conrath. „Leider ist die Einführung des Digitalfunks eine einzige Serie von sprichwörtlichen Pleiten, Pech und Pannen. Insofern musste schon in den letzten Jahren immer mit dem plötzlichen Abruf dieser Mittel gerechnet werden.“

Nur einige wenige, technisch und taktisch sinnvolle, jedoch nicht förderfähige Ergänzungen für den Digitalfunk im Wert von wenigen hundert Euro sollen laut Conrath sofort realisiert werden. Dies sei bei den üblicherweise hinreichenden Mittelansätzen für die Ausstattung der Feuerwehren in Naunhof kein Problem, solange ein bestätigter Haushalt vorliegt.

Bezüglich eines neuen Feuerwehrautos betonte Conrath, keiner seiner Kameraden, die auf Grund ihrer Dienststellung berechtigt sind, derartige Aussagen zu treffen, habe geäußert, dass im laufenden Haushaltjahr ein Einsatzfahrzeug neu beschafft werden muss. Feuerwehrfahrzeuge würden nicht kurz entschlossen und schon gar nicht ohne Fördermittel gekauft. Eine Voraussetzung sei ein aktueller, beschlossener Brandschutzbedarfsplan. Dessen Fortschreibung sei in Zusammenarbeit von Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), Ordnungsamt und einer Arbeitsgruppe berufener Kameraden aus allen drei Ortsfeuerwehren erarbeitet worden. Der Entwurf liege derzeit beim Kreisbrandmeister zur fachlichen Beurteilung und würde zeitnah von den Ortsfeuerwehrausschüssen beraten, bevor er dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt werde.

Klar sei, welche Fahrzeuge altersbedingt zuerst ersetzt werden müssen. Eine exakte Prioritätenvergabe müsse aber erst erarbeitet werden. Dringlichkeit in diesem Jahr habe die Ersatzbeschaffung des hydraulischen Rettungsgeräts. Fördermittel habe der Landkreis dafür in Aussicht gestellt. „Ich bin lediglich bezüglich der Zusicherung der Eigenmittel besorgt, da diese ja eigentlich in einem beschlossenen Haushalt verankert sind“, so Conrath. Dass es diesen Etat noch nicht gibt, sei für die Feuerwehr sehr befremdlich.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir im Rahmen der Möglichkeiten ausreichende Mittel für unsere Arbeit zur Verfügung bestellt bekommen“, so der Wehrleiter. „Natürlich möchten wir auch unseren Beitrag zur Sparsamkeit und Konsolidierung beitragen – also Planung statt öffentlichkeitswirksamen Schnellschüssen.“

Von Frank Pfeifer

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