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Navaro und Galina lassen Kinderherzen höher schlagen

Reitverein Kleinbardau Navaro und Galina lassen Kinderherzen höher schlagen

Der Reit-, Fahr- und Voltigierverein Kleinbardau wurde vom Landespferdesportverband ausgezeichnet. Der Verein beschreitet neue Wege in der Kinder- und Jugendarbeit in Kleinbardau.

Reitverein Kleinbardau: Stephanie Zehrfeld (29) führt Pony Navaro durch das Tor des Reiterhofes in Kleinbardau.

Quelle: Andreas Döring

Grimma/Kleinbardau. Navaro und Galina machen so manches Kind in Kleinbardau glücklich. Die 29-jährige Trainern des Reit-, Fahr- und Voltigierverein Kleinbardau kann sich auf ihre Pferde verlassen, wenn sie mit Kindern und Jugendlichen trainiert. „Wir sind noch ein recht junger Verein. Wir haben uns erst 2008 gegründet. Momentan zählen wir 103 Mitglieder. Davon sind 72 Kinder und Jugendliche“, so die Pferdewirtschaftsmeisterin. „Da wir bei der Kinder- und Jugendarbeit neue Wege gehen, erhielten wir jetzt eine Auszeichnung auf der Landesdelegiertenkonferenz des Landespferdesportverbandes“, erzählt sie.

So stehen den Vereinsmitgliedern mehrere Pferde in verschiedensten Größen zum Training zur Verfügung. Damit auch Eltern die Pferdesprache verstehen, werden Basiskurse, in denen der Umgang mit dem Pferd erklärt und gezeigt wird, nicht nur mit den Kindern und Jugendlichen durchgeführt, sondern auch mit Eltern, die nicht reiten wollen. Für Kinder ab drei Jahre besteht die Möglichkeit, das Reiten auszuprobieren. „Bereits im diesem Alter kann der Kontakt zum Pony gefördert werden“, meint die junge Trainerin. Natürlich würden die Dreijährigen behutsam ans Pferd herangeführt und individuell betreut. Ab fünf Jahre wird beim Verein in der Gruppe trainiert. „Neben Teamgeist und Fairness sorgen wir dafür, dass solche Eigenschaften wie Geduld, Einfühlungsvermögen und Bewegungsgefühl ausgeprägt werden“, wirbt die Kleinbardauerin.

„Das Selbstbewusstsein der Kinder wächst enorm“, ist Stephanie Zehrfeld überzeugt. Das merkt sie besonders bei Schülern, die das Reiten als Ganztagsangebot gewählt haben. Die 29-jährige Trainerin hält Kontakt mit dem Evangelischen Schulzentrum Muldental in Großbardau. Während der Schulzeit können die Kinder der Grundschule einmal wöchentlich auf den Rücken der Ponys Zeit verbringen. „Doch bevor es ans Reiten geht, wollen die Pferde geputzt und geführt werden. Denn Mensch und Tier müssen eine Beziehung zueinander aufbauen“, meint sie. Kontakte bestehen auch mit der Oberschule Böhlen. „Die Schule bietet in der Projektwoche Sport das Reiten an“, erklärt sie. Auch die Grundschule Bücherwurm in Grimma hat schon einen Wandertag für Schüler der zweiten Klasse nach Kleinbardau organisiert.

Höhepunkt in diesem Jahr ist das Vereinsfest. Es findet am 21. Mai von 11 bis 16 Uhr statt. „Wir planen es bereits zum achten Mal“, sagt die Vereinsvorsitzende Waltraut Uhlich. Auch in diesem Jahr wird es ein vielseitiges Programm geben. Dazu gehört, dass auch die Kleinsten ihr Können zeigen. Fortgeschrittene demonstrieren, was sie beim Training gelernt haben. Ebenso wird es einen Geschicklichkeitsparcours mit den Eltern geben.

„Gegenwärtig bereiten wir die Reiterferien vor“, wirbt die Kleinbardauerin. Diese sollen in den Sommerferien stattfinden. Jugendliche ab 14 Jahren erhalten hier Trainings- und Theoriestunden im Dressur-, Spring- oder Geländereiten. Für Kinder ab acht Jahren gibt es drei Durchgänge, in denen die Kinder eine ganze Woche auf dem Reiterhof übernachten und den Umgang mit dem Pferd erlernen. Kleinere Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren erhalten die Möglichkeit, in zwei Kursen zu je drei Tagen die Bekanntschaft von Ponys zu machen. „Für die Kleinen geht es allerdings abends immer wieder ins eigene Bett“, so die Trainerin. Die Ponys Navaro oder Galina werden dann bestimmt in den Träumen der Kinder vorkommen. Denn wie sagt ein altes Sprichwort: Das Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde.

Von Cornelia Braun

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