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Neffe von Manfred Bergmann steigt zum zwölften Gedenkturnier mit in den Ring

Spannende Wettkämpfe am Sonnabend in Mutzschen Neffe von Manfred Bergmann steigt zum zwölften Gedenkturnier mit in den Ring

25 Wettkämpfe wird es zur zwölften Auflage des Manfred-Bergmann-Gedenkturniers in Mutzschen geben. Mit dabei sein wird auch der Neffe von Manfred Bergmann, der in der Kampfgemeinschaft Mutzschen-Hohnstädt trainiert.

Gesperrter Boxraum: Hier war die Welt noch in Ordnung für Trainer Werner Orban. Der Trainingsraum wurde gesperrt.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Mutzschen. Ein spannendes Boxturnier haben die Faustkämpfer der Kampfgemeinschaft Mutzschen-Hohn-städt des SV Einheit Mutzschen auf die Beine gestellt. Nachdem sich Trainer Werner Orban die Teilnehmerliste des 12. Manfred-Bergmann-Gedenkturniers in der Turnhalle Mutzschen angesehen hatte, meinte er: „Das wird nicht einfach für uns.“ Ob es die Mutzschener packen, wird sich am heutigen Sonnabend zeigen, vor allem, da gegenwärtig die Trainingsbedingungen nicht optimal sind. „Unser Trainingsraum über der Turnhalle ist gesperrt. Im Ausweichquartier in der Mutzschener Schule sind die Bedingungen nicht optimal“, erklärt er. Doch er weiß, dass im Leben nichts ohne Kampf geht. Und so ist es auch mit dem Boxsport. Deshalb kämpft er mit dem Verein dafür, dass in Eigeninitiative mit Unterstützung der Stadt Grimma ein Anbau an die Turnhalle erfolgt.

Gegen 19.30 Uhr treten am Sonnabend die ersten Kämpfer in den Ring. Mit der Veranstaltung soll an den Mutzschener Faustkämpfer Manfred Bergmann erinnert werden, der mit 23 Jahren verstarb. Rückblick: Die Mutzschener Staffel trat 1956 in Böblingen an. Gegenüber standen sich Manfred Bergmann und Georg Haseloff. Zwei Techniker, die auf harte Schläge keinen Wert legten, sondern durch frappierende Schnelligkeit und in- stinktive Reaktionen glänzten. In der ersten Runde hatte Haseloff leichte Vorteile. Aber Manfred holte auf. Ende der zweiten Runde musste er einen leichten Kopftreffer hinnehmen. Als die Glocke schallte, ging er in seine Ringecke. Er drehte sich um und brach plötzlich zusammen. Bei Manfred Bergmann hatte sich während des Kampfes ein Blutgerinnsel von einer älteren Verletzung gelöst. Der Mutzschener verstarb. Nach diesem Unglück war es einige Zeit ruhig geworden um den Mutzschener Boxsport, mit 1947 begonnen wurde. Erst in den 60ern machte er wieder bis in die Gegenwart von sich reden. Und das will man am heutigen Sonnabend erneut unter Beweis stellen. Orban geht davon aus, dass es etwa 25 Kämpfe gibt. Die sächsischen Teilnehmer kommen aus Borna, Wurzen und Döbeln, weitere aus Sachsen-Anhalt. Von der Kampfgemeinschaft Mutzschen-Hohn-
städt werden unter anderen Janin Lässig (3. Platz Deutsche Meisterschaften der Jugend im Mittelgewicht), Denis Fink (2. Platz Deutsche Meisterschaften der Jugend im Mittelgewicht) an den Start gehen. Mit dabei sein wird auch Toni Wentzlaff. Der 15-Jährige ist der Neffe von Bergmann, dem Namensgeber des Turniers. „Ich konnte ihn nicht mehr kennen lernen, aber er ist ein großes Vorbild für mich. Bisher absolvierte ich 39 Kämpfe“, sagte er. Toni Wentzlaff spielte erst Fußball und begann mit elf Jahren mit dem Boxtraining. „Mir gefällt besonders der spezifische Zweikampfcharakter, der Selbstbeherrschung und Entschlusskraft verlangt“, meinte er. Mit Toni Wetzlaff trainiert auch der Boxer Alois Fiedler. Er hofft, dass er seinen ersten Kampf beim Manfred-Bergmann-Gedenkturnier bestreiten kann. „Die Wettkampfliste wird erst am Sonnabend aufgestellt, wenn die Teilnehmer gewogen sind. Dann werden sie verpaart“, so Orban. Mit Spannung erwarten auch die Neun- bis Zwölfjährigen das Boxturnier, die immer montags ihre Fäuste schwingen.

Von Cornelia Braun

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