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Nerchau: Kirchgemeinde bekennt sich zum Trauerhallen-Bau

Pfarrscheune Nerchau: Kirchgemeinde bekennt sich zum Trauerhallen-Bau

Die Möglichkeit, dass Nerchau endlich eine Trauerhalle für weltliche Bestattungen bekommt, hat inzwischen konkrete Züge angenommen. Die evangelisch-lutherische St. Martins Kirchgemeinde Nerchau reichte einen Bauantrag ein, die an den Friedhof grenzende Pfarrscheune zur Trauerhalle umzubauen. Allerdings stehen hinter der Finanzierung noch einige Fragezeichen.

Gibt es Leader-Mittel wird die Pfarrscheune zur Trauerhalle für Nerchau umgebaut.

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Nerchau. Seit vielen Jahren wünschen sich konfessionslose Nerchauer einen Ort in der Stadt, wo sie sich ohne kirchliches Zeremoniell in Würde von ihren Verstorbenen verabschieden können. Die Möglichkeit, dass Nerchau endlich eine solide Trauerhalle für weltliche Bestattungen bekommt, hat inzwischen konkrete Züge angenommen. Die evangelisch-lutherische St. Martins Kirchgemeinde Nerchau reichte einen Bauantrag ein, die an den Friedhof grenzende Pfarrscheune zur Trauerhalle umzubauen. Allerdings stehen hinter der Finanzierung des Projektes noch einige Fragezeichen. Die Summe zur Sanierung der Scheune, in der der Friedhofsgärtner derzeit seine Gerätschaften lagert, wird mit 532 000 Euro beziffert. Das ist viel Geld. Die Kirchgemeinde möchte dazu das Leader-Programm für den ländlichen Raum anzapfen, Pfarrer Markus Wendland hat einen Fördermittelantrag gestellt. Bei Befürwortung sind aber auch 20 Prozent Eigenanteil vonnöten. Und die Stadt hat eine Beteiligung daran bislang abgelehnt.

Das Thema kam jetzt auf den Tisch des Technischen Ausschusses der Stadt Grimma, weil die Stadt für das Bauvorhaben ihr Einvernehmen erklären sollte. Nach längerer Debatte gaben die Ausschussmitglieder dem Projekt ihren Segen.

Seit etwa drei Jahren arbeitet die Kirchgemeinde an dem Vorhaben. Sie beauftragte einen Architekten mit einem Entwurf, die Stadt griff ihr mit 10 000 Euro unter die Arme, damit ein Holzschutzgutachten erstellt und die Planung angeschoben werden konnte. Dabei braucht die Kirchgemeinde selbst keine Trauerhalle. Ihre Mitglieder nehmen im Gotteshaus Abschied von ihren Verstorbenen. Weltliche Bestattungen aber seien in der Kirche nicht möglich, erläutert Pfarrer Wendland. Das erlaube die Verordnung der Landeskirche nicht.

In Nerchau wird schon lange nach einer Lösung gesucht, die alte kleine Trauerhalle auf dem Friedhof, die in schlechtem Zustand ist, zu ersetzen. Nun scheint sie gefunden. „Die Kirchgemeinde hat sich dazu bekannt, als Bauherr aufzutreten, denn die Scheune gehört ja uns“, sagt Wendland, betont jedoch im gleichen Atemzug: „Aber wir nehmen

Wird der Leader-Antrag nicht befürwortet, stirbt das Trauerhallen-Projekt. „Wir hoffen bis Anfang Mai auf eine Ent

Wendland hofft, das sich auf diesem Weg die desolate, denkmalgeschützte Pfarrscheune retten lässt. Im Technischen Ausschuss wurden die Baupläne befürwortet. Der Leiter des Stadtentwicklungsamtes, Jochen Lischke, sprach von einer „sehr soliden und gelungenen Maßnahme“. Die Scheune ist Bestandteil des barocken Ensembles von Pfarrhof, Kirche und Friedhof am Rand der Altstadt. Berger regte an, über ihre künftige Nutzung tiefer nachzudenken. In Großbothen sei eine Trauerhalle im Pfarrgut gebaut worden, die auch anderweitig genutzt werde. „Das ist sinnvoll.“

Von Frank Prenzel

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