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Grimma Nerchauer Kinder stürmen neue Spielgeräte
Region Grimma Nerchauer Kinder stürmen neue Spielgeräte
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06:52 06.11.2018
Die Kinder der Nerchauer Kita „Gans schön fit“ freuen sich über die neuen Spielgeräte, die in diesem Jahr aufgebaut wurden. Aus großen Rohren entstehen auch noch neue Hochbeete. Quelle: Frank Prenzel
Grimma/Nerchau

Im Freigelände der Nerchauer Kindertagesstätte „Gans schön fit“ hat sich in diesem Jahr einiges getan. Pünktlich zum Kindertag konnten die Steppkes neue Spielgeräte in Beschlag nehmen, für deren Aufbau sich zahlreiche Väter ins Zeug gelegt hatten. Eine Schmetterlingswiese entstand, und in diesem Monat sollen nun auch noch acht neue Hochbeete Gestalt annehmen.

Grimma zahlt 10 000 Euro für neue Spielgeräte

Das Geld für die neuen Spielgeräte hatte die kommunale Kita schon im Jahr 2017 von der Stadt Grimma erhalten. „Wir wollten aus den 10 000 Euro ganz viel machen“, erzählt Kerstin Tronicke, Chefin des 17-köpfigen pädagogischen Teams von Kita und Hort „Gans schön fit“. Also wurden von der Kasseler Firma Espas Geräte zur Selbstmontage gekauft und in diesem Frühjahr mit Hilfe der Eltern errichtet. Mit diesem Schachzug konnten gleich vier neue Spielgeräte in den weitläufigen Garten gestellt werden.

Besonders gern stürmen die Mädchen und Jungen seitdem ihr mit zwei Türmen versehenes Kletter-Eldorado, hangeln sich hier die Hängebrücke entlang, erklimmen die Boulderwand und greifen in die Seile. Ein kleines Karussell, ein Sechseck-Turm und ein Mini-Elefant zum Wippen vervollständigen das neue Spielareal.

Die Kinder der Nerchauer Kita "Gans schön fit" freuen sich über neue Hochbeete, die aus witterungsbeständigen Rohren entstehen werden. Quelle: Frank Prenzel

Väter rücken mit schwerer Technik an

Die alten Holzgeräte waren in die Jahre gekommen und nach und nach bereits entfernt worden. „Im Januar hat uns Sturm Friedericke dann noch den letzten Kletterturm umgeblasen“, berichtet Tronicke. Es war also höchste Eisenbahn für neue Spielgeräte, die im Mai mit Unterstützung von etwa 30 Vätern an mehreren Wochenenden aufgebaut wurden. Die Männer rückten mit schwerer Technik an, beseitigten zunächst mit Hilfe von Bagger und Laster die alten Fundamente und packten dann beim vorschriftsmäßigem Aufbau zu. „Die Eltern haben uns auch finanziell sehr unterstützt“, freut sich Tronicke über das „große Miteinander“. Allein die zig Tonnen Fallschutzsand kosteten ihren Worten zufolge 1500 Euro. „Die Väter sind mit dem Laster nach Großpösna gefahren und haben den Sand geholt. Ich musste mich um nichts kümmern“, ist die Kitachefin stolz auf die Initiative der Eltern.

Eltern bemühen sich im Förderung durch Sparkasse

In den nächsten Tagen sollen nun auch die neuen Hochbeete errichtet werden. Das erfolge spontan nach Wetterlage, „die Eltern stehen in den Startlöchern“, informiert Tronicke. Der Förderverein der städtischen Kindertagesstätte hatte sich bei der Stiftung der Sparkasse Muldental um eine Zuwendung bemüht und für das Projekt 1500 Euro erhalten. Mit dem Aufbau wurde bis zum Herbst gewartet, um die Beete mit dem herabfallenden Laub, Rinde und Komposterde befüllen zu können. „Das haben wir jetzt alles da“, so die 47-jährige Kita-Chefin. Die Muttererde besorgen die Eltern.

Gemüse für die Kita-Küche von Hochbeeten

Bereits seit zehn Jahren unterhält die Kita ein halbes Dutzend Hochbeete, sehen die Kinder Erdbeeren und Kräuter ebenso heranwachsen wie Kohlrabi, Radieschen oder Möhren. An den alten Holzumfassungen hatte aber der Zahn der Zeit genagt, so dass künftig große Rohrteile aus Kunststoff als Einfassung für die Erde dienen. Ab dem nächsten Jahr soll das Gemüse wieder wachsen, das auch in der Kita-Küche Verwendung findet. „Wir machen unsere eigene Frühstücks- und Vesperversorgung“, berichtet die Sozialpädagogin und Erzieherin. Dazu passt das AOK-Projekt Jolinchen-Kids, an dem die Nerchauer seit 2017 teilnehmen und das in diesem Jahr die gesunde Ernährung in den Fokus rückt. Beim Jolinchen-Mittwoch stehen dabei auch bis zu zehn Kinder helfend in der Kita-Küche.

84 Steppkes besuchen derzeit die Kita, deren Erzieher zugleich für den seit 2013 im einstigen Grundschulgebäude untergebrachten Hort verantwortlich sind. Auch die 75 Hortkinder können sich bald auf neue Spielgeräte freuen. Die Stadt Grimma machte 5000 Euro locker, wofür ein Kletterturm ebenso angeschafft wurde wie eine Schaukel und eine Outdoor-Tischtennisplatte. Väter der Hortkinder werden beim Aufbau mit anpacken.

Von Frank Prenzel

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