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Grimma Neubau für Evangelisches Schulzentrum in Großbardau
Region Grimma Neubau für Evangelisches Schulzentrum in Großbardau
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16:43 07.11.2012
Schulleiterin Birgit Kilian und Friedemann Rüger, pädagogischer Leiter der weiterführenden Schule, freuen sich über den modernen Neubau. Quelle: Andreas Röse
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„Die Kinder brauchen mehr Platz", begründete Elternsprecherin Jana Klinger-Brandes die Notwendigkeit zum Ausbau. Die Bildungseinrichtung war erst kürzlich zu Beginn des neuen Schuljahres durch einen Anbau vergrößert worden.

Das Bauvorhaben beschäftigte jüngst die Mitglieder des Technischen Ausschusses der Stadt Grimma. Wie Bürgermeister Matthias Berger (parteilos) sagte, sehe er den Bauantrag des freien Bildungsträgers mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Existenz der Schule sichere in Grimma den Pluralismus im Bildungswesen, so Berger. „Das rasante Wachstum macht mir ein bisschen Angst", gestand er dennoch. Im Wettbewerb um Schülerzahlen fürchte er für die Stadt Grimma als Träger der staatlichen Schulen die Konkurrenz.

Das Evangelische Schulzentrum, das einst mit Grundschulunterricht gestartet war, hat in den letzten Jahren riesige Schritte gemacht. Nachdem 2007 ein Mittelschulzweig aufgesetzt worden war, hatten sich die Schülerzahlen vervielfacht. Im Herbst dieses Jahres hatte die Schule eine entscheidende bürokratische Hürde genommen. Seit Oktober darf das Evangelische Schulzentrum als staatlich anerkannte Ersatzschule um Neuzugänge werben.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, nimmt der Trägerverein der Schule jetzt zwei Millionen Euro in die Hand, um die Weichen für den Ausbau der Bildungseinrichtung zu stellen. Den vorliegenden Plänen zufolge soll das bestehende einstöckige Hortgebäude aufgestockt und durch einen runden Vorbau erweitert werden. Neue Klassenräume, aber auch Gemeinschaftsräume wie Turnhalle und Mensa sollen entstehen. Der Komplex werde ziemlich groß, kommentierte der Abgeordnete Bernhard Weigel (CDU) die Pläne. „Die Großbardauer werden überrascht sein." Weigel forderte den Investor auf, der Verkehrssituation rund um die Schule mehr Beachtung zu schenken. „Das ist heute schon ein Stress-Thema", sagte er, „und wird sich weiter zuspitzen".

Rainer Engelmann, Vorstandsvorsitzender des Trägervereins, zerstreute die Bedenken von Bürgermeister und Abgeordneten. Derzeit würden 200 Schüler im Evangelischen Schulzentrum lernen. Perspektivisch könnten es 250 werden. Das Eva Schulze, wie die Einrichtung im Volksmund genannt wird, sei die einzige Einrichtung in freier Trägerschaft im Stadtgebiet von Grimma und ermögliche den Eltern die Wahl, verteidigte er den Ausbau der Schule. Nach der Erweiterung sollen Grundschule und Hort in das neue Gebäude einziehen. Damit wird im bestehenden Schulhaus mehr Platz für Mittelschüler und Gymnasiasten.

Birgit Schöppenthau

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