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Grimma Neue Ausstellung im Altenpflegeheim Naunhof
Region Grimma Neue Ausstellung im Altenpflegeheim Naunhof
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00:17 10.07.2018
Naturfotografien zeigt Torsten Beuster (hinten rechts) im Naunhofer Altenpflegeheim „Charlotte Winkler“. Die Ausstellung ist bis ins nächste Jahr zu sehen. Quelle: Thomas Kube
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Naunhof

Bilder zum Träumen verspricht die neue Ausstellung im Naunhofer Diakonie-Altenpflegeheim „Charlotte Winkler", zu sehen sind Fotos unter dem Titel „Sehnsucht Natur". Für Heimleiter Stefan Müller naheliegend, wie er in seiner Eröffnungsrede sagte. „Das Krankenhaus am Rande der Stadt war dieses Haus einmal. Geblieben ist die Nähe zum Wald und somit zur Natur. Damit passt es hervorragend, dass nunmehr beeindruckende Naturfotografien unsere Wände im Erdgeschoss zieren."

Colditzer Tierfotograf als Vorbild

Nachdem im vergangenen halben Jahr der Fotoverein Grimma Menschen überwiegend in Schwarzweiß-Aufnahmen zur Schau gestellt hatte, präsentiert sich nun der in Grimma wohnende Naturfotograf Torsten Beuster mit seinen Kunstwerken auf Leinwand und Alu-Dibond. Beruflich als Forstwirt täglich von der Natur umgeben, hat sich der gebürtige Mecklenburger schon von Kindesbeinen an der Tier- und Naturfotografie verschrieben. Inspiriert haben ihn die Fotobücher des legendären Colditzer Tierfotografen Helmut Drechsler, den er noch immer als sein absolutes Vorbild bezeichnet. Vom Jugendweihegeld kaufte er sich seine erste Spiegelreflexkamera – eine Praktica MTL 3, die noch jedem DDR-Fotografen ein guter Begriff ist.

Vogelporträts herausragend

Beuster möchte die ganze Breite der heimischen Natur darstellen. Und so finden sich in seiner Ausstellung Mohnblüten, Windflüchter auf dem Darß, Winterlandschaften und Mondaufnahmen. Herausragend sind seine Vogelporträts. „Dafür braucht man nicht nur viel Zeit und Ausdauer. Gute Naturbilder müssen auch richtig organisiert werden“, erklärte er. So achtet er beispielsweise genau auf den Sonnenstand zu bestimmten Tageszeiten.

Auch ansonsten müssen Naturfotografen hart im Nehmen sein. Um den Wolf vor die Kamera zu bekommen, hat Beuster schon bei minus 18 Grad im eigenen Auto übernachtet. Sein längster Ansitz im Kranichversteck, umgeben von Wasser, dauerte 30 Stunden. Das ähnelt dann wohl schon einem Leistungssportler. „Doch", so sagte, „die erreichten Motive entschädigen für alles. Abläufe in der Natur sind festgelegt. Kein Tier richtet sich nach dem Fotografen. Und gerade jetzt in der etwa zehnwöchigen Brutzeit zählt jeder Tag, ansonsten ist wieder ein Jahr verschenkt."

Verständnis in Familie

Da ist es wichtig, dass man einen verständnisvollen Lebenspartner hat, der einem die zeitlichen Freiräume lässt. Selbst Beusters Tochter, inzwischen erwachsen und bei der Ausstellungseröffnung anwesend, musste als Kind häufiger auf den Papa verzichten, weil er mit dem Fotoapparat im Wald verschwunden war.

Die 25 großformatigen Fotografien können bis ins nächste Jahr hinein zu den üblichen Öffnungszeiten im Pflegeheim besichtigt werden, versichert Marina Göthner. Sie ist die Initiatorin der Ausstellungen und zugleich Verwaltungschefin des Heims.

Von Thomas Kube

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