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Grimma Neue Händler beim Grimmaer Frischemarkt
Region Grimma Neue Händler beim Grimmaer Frischemarkt
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08:57 16.03.2018
Grimmas Marktmeister Frank Schütz ist längst mit den Vorbereitungen für den Frischemarkt in der Klosterkirche beschäftigt. Am 17. März startet der Markt in sein drittes Jahr. Quelle: Thomas Kube
Grimma

Eier und Käse, Wurst und Fleisch, Obst und Gemüse, Marmelade und Honig, Kaffee und Schokolade, Blumen und Pflanzen – Grimmas Frischemarkt startet am Samstag ins dritte Jahr und wird wieder ein Füllhorn an Produkten für die heimische Küche und den Garten bieten. An jedem dritten Sonnabend im Monat – auch Pfingstsonnabend – können sich die Grimmaer und ihre Gäste in und an der Klosterkirche mit frischen Waren aus der Region eindecken. Die Händler bieten ihre Erzeugnisse jeweils von 8 bis 12 Uhr an – eine Zeit, die im vorigen Jahr eingeführt wurde und sich bewährt hat.

Standgebühren werden fällig

Allerdings muss die Stadt Grimma mit ihrem Frischemarkt von nun an auf eigenen Füßen stehen. Das Fördergeld des sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft in Höhe von exakt 23 718 Euro, das in den ersten zwei Jahren für den Anschub sorgte, ist aufgebraucht. „Ich bin gerade in der Abrechnung“, sagt Grimmas Marktmeister Frank Schütz. Ab diesem Jahr müssen die Händler deshalb eine Standgebühr von 14,90 Euro pro Tag entrichten, die ihnen bislang erspart blieb. „Das ist hart kalkuliert“, weiß der Marktmeister zu berichten. Es sei aber ein Betrag, der für die Händler, einige davon im Nebengewerbe tätig, tragbar sei. Und mit dem die Stadt leben könne. Damit Ausgaben und Einnahmen sich die Waage halten, hat die Stadt vor allem bei der Werbung den Rotstift angesetzt. Die Zahl der Plakate an den Straßenlaternen zum Beispiel wurde geviertelt. „Der Markt ist mittlerweile bekannt“, ist Schütz von der Richtigkeit dieser Sparmaßnahme überzeugt. Unterm Strich kalkuliert er mit 3500 Euro für alle neun Frischemärkte.

Platz für 46 Stände

Mit 43 Händlern wurde im letzten November ein Rekord erzielt. Aktuell ist zwischen Stadt und Vermarktern unter 36 Verträgen die Tinte trocken. Maximal haben derzeit 46 Stände Platz – 37 in der Kirche, vier an ihrer Seite und fünf in der Kreuzstraße. Doch der Frischemarkt soll weiter wachsen – allerdings erst nach Fertigstellung der Flutschutzanlage. „Dann ist auch das Gelände hinter der Klosterkirche nutzbar“, freut sich Schütz schon jetzt. Bis zu 60 Stände könnten dann platziert werden. Vermutlich sei das aber erst ab 2020 eine Option.

Auftritte des Showkochs Höhme

Mehr als einmal im Monat wird es den Frischemarkt jedoch nicht geben. „Wir wollen seinen Eventcharakter wahren“, betont der städtische Marktmeister. „Er soll etwas Besonderes sein.“ Dazu gehört das regelmäßige Auftreten des Dürrweitzschener Showkochs Robby Höhme. Spontan sammelt der Meister der Küche bei den Frischemarkt-Händlern Produkte ein und zaubert vor aller Augen ein Drei-Gänge-Menü. „Er hat schon eine treue Fangemeinde“, weiß Schütz. Per E-Mail schicke Höhme die Rezepte des Tages Interessenten zu.

Neue Anbieter

Schütz schaut sich übrigens regelmäßig andere Märkte an, selbst im Urlaub. Denn es gelte, auf Trends zu reagieren. Und er bindet mittlerweile Händler nicht nur aus dem Muldental. In diesem Jahr neu dabei ist zum Beispiel der Holler-Hof aus Jonaswalde, der Spezialitäten von der Ziege feilbietet. Aus Rochlitz reist die Ölmühle Stöbnig mit ihren feinen Produkten an. Und auch Gurken-Rolf aus der Lausitz reiht sich neu in die Händlerschar des Frischemarktes ein. „Wir wollen jedes Jahr neue Vermarkter gewinnen“, erläutert Schütz.

Thementage geplant

Die meisten Produkte freilich werden im Muldenland produziert. 29 der derzeit 36 vertraglich gebundenen Händler kommen aus der Region. Darunter ist auch Direktvermarkter Wenzel aus Göttwitz, der wie im vorigen Jahr mit Schlachtefesten aufwartet. Die Wurstsuppe gibt es dabei gratis, weiß Schütz, der auch wieder auf Thementage setzt. So dreht sich im Mai vieles um die Schokolade. Auch der Obstlandbetrieb aus Dürrweitzschen wird im Zentrum eines Markttages stehen.

Bewährt hat sich die Bonuskarte. Ab einem Einkaufswert von fünf Euro drückt der Händler einen Stempel in die Treuekarte. Neun Stempel berechtigten schließlich zur Teilnahme an der Verlosung eines prall gefüllten Einkaufskorbes – zu jedem Frischemarkt punkt 10 Uhr. Selbst die Karten, die 2017 in den Glaswürfel am Eingang geworfen wurden, sind wieder mit im Lostopf.

Von Frank Prenzel

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