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Neue Ideen für mehr Leben in Grimmas Altstadt

Neue Ideen für mehr Leben in Grimmas Altstadt

Der Handel und das Leben in Grimmas Innenstadt schwächeln. Eine Reihe von Gewerbetreibenden in der City gibt ihre Läden auf. Dem Ausdünnen des Einkaufszentrums Altstadt wollen jetzt einige Händler mit der Bildung einer Genossenschaft Einhalt gebieten.

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In der Langen Straße in Grimma sind zur Zeit viele Läden geschlossen.

Quelle: Silke Hoffmann

Grimma.  „Wir haben gemerkt, dass besondere und gemeinsame Aktionen der Gewerbetreibenden von den Bürgern gut angenommen werden“, sagt Andreas Böhmann, Inhaber des Eisen- und Haushaltwarengeschäftes Knobloch. Er erinnert an das Mittsommerfest im Juni 2008, als auf dem Markt auf einer großen Leinwand die Fußball-WM live verfolgt werden konnte und zudem viele Läden offen waren. „Im vergangenen Jahr, als wir das unter dem Motto Altstadtbummel wiederholt haben und das Beachvolleyballturnier auf dem Markt stattfand, hat uns zwar das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, aber immerhin waren es da schon rund 90 Prozent der Innenstadt-Geschäfte, die geöffnet waren.“ Nur im Zusammenwirken der Gewerbetreibenden, mit neuen Ideen und Angeboten für die Bürger und die Kunden, könne man erreichen, dass Grimmas Altstadt auch weiterhin ein Anziehungspunkt bleibe. Darüber sind sich Andreas Böhmann, Holger Thiele vom Schmuckladen, Schuhhändler Joachim Mätzold, Uschi Ziegler vom Bastelladen und andere Geschäftsinhaber einig. Wie hierbei Stadtverwaltung, Banken und andere Partner mitziehen, darüber informierten sich dieser Tage die Grimmaer Genossenschafts-Initiatoren gemeinsam mit Oberbürgermeister Matthias Berger in Seesen im Harz. „Das ist eine ähnliche Stadt wie Grimma, und hier wurde vor einigen Jahren eine solche Genossenschaft gegründet, die mittlerweile rund 150 Mitglieder hat“, erzählt Andreas Böhmann vom Besuch in Seesen. Man sehe sich nicht als Konkurrenz zum Grimmaer Gewerbeverein, betonte Andres Böhmann. Von dem seien jedoch in den letzten Jahren außer der Organisation des Stadtfestes keine spürbaren Aktivitäten gekommen. Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Uwe Müller, sei auch über die Idee der Genossenschaftsgründung informiert worden. Bei der gehe es nun darum, dass Höhepunkte wie das Mittsommerfest (Böhmann: „Auch in diesem Jahr wird es das in irgendeiner Form geben.“), möglicherweise auch das Stadtfest und der Weihnachtsmarkt organisiert werden und sich ansonsten die Geschäftsleute zusammentun, mit ansprechender Dekoration, mit verschiedenen Aktionen, mit sauberen Straßen den Grimmaern und ihren Gästen präsentieren. Grimmas Stadtoberhaupt Matthias Berger brachte den Erlebnis-Einkauf und die Erlebnis-Gastronomie ins Spiel, wo sich Gewerbetreibende in ihren Läden mit ihren spezifischen Fertigkeiten – wie Schmuck herstellen, Schuhe besohlen, Speisen vor den Augen der Gäste zubereiten – den Kunden präsentieren könnten. Auch für die Markttage dienstags und donnerstags, die zur Zeit in Grimma von Woche zu Woche unattraktiver werden, würde sich die künftige Genossenschaft den Hut aufsetzen, sagten die Initiatoren. In Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Marktmeister Utz Leischnig, der auch den Wochenmarkt in Wurzen organisiert, wolle man hier wieder einen Aufschwung erreichen. „Wenn der Markt, den jetzt die Stadt in der Hand hat, nicht neu organisiert wird, geht er bald ganz kaputt“, warnte Andreas Böhmann. Oberbürgermeister Matthias Berger stimmte dem zu: „Der Markt muss gemanagt werden und nicht nur verwaltet“, sagte er. Er sieht der Genossenschaft, die sich in den nächsten Wochen gründen will, optimistisch entgegen. „Unsere Altstadt ist das Herz von Grimma“, sagte er. „Wenn aber das Herz Probleme kriegt, strahlt das auf den ganzen Körper aus.“

Silke Hoffmann

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