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Grimma Neue Mauer schützt alte Mauer in Trebsen
Region Grimma Neue Mauer schützt alte Mauer in Trebsen
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14:03 19.05.2015
Provisorium im Trockenbau: Diese Bauklötzer bleiben solange stehen, bis die Mauer dahinter saniert ist - was aber seine liebe lange Zeit dauern dürfte. Quelle: Frank Schmidt

Diese gehört zu einem Grundstück, dessen Eigentümer sich kaum darum schert, das marode Bauwerk zu sanieren und damit gleichzeitig zu sichern.

Der Ärger nahm im Zuge der Bautätigkeit auf dem Markt seinen Anfang. Mit der Sanierung des Stadtzentrums hinter dem Rathaus, die längst zur Freude der Trebsener abgeschlossen ist, sollte auch die Hintergasse neu gepflastert werden. Doch Experten hatten zuvor die Sanierung der besagten Natursteinmauer eingefordert. Das aber wäre Sache des Eigentümers; er sei nur Mieter, wehrte der Nutzer des dazugehörigen Grundstückes gleich ab. Dieser allerdings hatte sehr zum Ärger umliegender Anwohner und Nachbarn eine "verwilderte Tierhaltung" mit übler Geruchsbelästigung betrieben (LVZ berichtete), die mitten in der Stadt umstritten war und auch schon die zuständigen Behörden auf den Plan rief.

Um aber am Zuständigkeitsstreit nicht die Baumaßnahmen in der Hintergasse scheitern zu lassen, sind doch noch neue Versorgungsleitungen und Pflaster verlegt worden. Allerdings wurden auch Poller aufgestellt, um ein Durchfahren zu verhindern. "Damit dämmen wir Erschütterungen ein, die negativen Einfluss auf den maroden Zustand der Mauer haben", sagt Marika Haupt im städtischen Bauamt."

Der tierhaltende Mieter sei indes aus dem Grundstück raus. Und der Eigentümer mit Sitz in den Altbundesländern hält die Füße still. Vielleicht wartet er auf die Auflagen zur Sanierung der Mauer, die das Denkmalschutzamt erstellen müsste. Diese habe die Behörde "noch nicht auf die Reihe gekriegt", sagt Haupt auf LVZ-Nachfrage.

Und weil das so ist, wurden zur Sicherung besagte Betonquader in Trockenbauweise aufgestellt. Ein Provisorium, das eigentlich auch zur Dauerlösung auf der gesamten Länge mutieren könnte. "Aber da hat der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden", dämpfte Haupt alle Erwartungen. Außerdem sei das eine Frage der Kosten, die dem Eigentümer in Rechnung gestellt werden müssten. Und ob die jemals beglichen wird, ist genau so unsicher wie die Stabilität der Natursteinmauer.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.08.2014
Schmidt, Frank

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