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Grimma Neue Obstbäume sollen mehr Ertrag bringen
Region Grimma Neue Obstbäume sollen mehr Ertrag bringen
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05:00 25.03.2010
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Für Geschäftsführer Thomas Helbig stellt diese Maßnahme nichts Ungewöhnliches dar: „Ja, es ist tatsächlich so, dass wir auf einer Fläche von insgesamt 50 Hektar alle Bäume gefällt haben, um Platz für Neuanpflanzungen zu schaffen.“   Die Obstbäume seien in die Jahre gekommen, etliche hätten über 20 Jahre auf dem Buckel gehabt, erklärt er. Zwar hätten sie mittels aller gärtnerischen Kniffe trotzdem noch Ertrag abgeworfen, doch den heutigen Qualitätsanforderungen seien sie nicht mehr gerecht geworden. „Wir setzen an den gerodeten Stellen neue Apfelbäume mit ertragreicheren Sorten, zu denen beispielsweise Elstar und Braeburn gehören“, sagt der Gartenbauingenieur. So erwarte man in den kommenden Jahren Erträge von 500 Dezitonnen pro Hektar. Die alten Bäume hingegen brachten eine schwankende Ausbeute zwischen 300 bis 500 Dezitonnen pro Hektar. Doch der Ertrag kommt nicht von allein. Auch neue Apfelsorten brauchen entsprechende Pflege, zu denen der Baumschnitt gehört. Hier beschreiten die Obstanbauer neue Wege – auf einem Teil der Flächen geschieht der Schnitt bereits maschinell. „Der Obstbaumschnitt von Hand ist viel zu zeitaufwendig und damit kostenintensiv“, erklärt der Geschäftsführer. Zudem seien viele Ansichten überholt, hätten neue Erkenntnisse, vor allem bei Plantagenbewirtschaftung, Einzug gehalten. „Die Methode des maschinellen Verschnitts wird seit Jahren mit Erfolg eingesetzt“, verweist Helbig auf andere Obstplantagen… … und auch die maschinelle Ernte. Deshalb werden für die neu zu setzenden Obstbäume gleich größere Pflanzabstände gewählt. Auf etwa zehn Prozent der gerodeten Flächen erfolgten die ersten Neuanpflanzungen übrigens bereits im Herbst. „Wegen des lang anhaltenden Winters sind wir erst jetzt in der Lage, diese weiter fortzuführen“, sagt Thomas Helbig. Und auch dabei setzen die die Obstanbauer auf eine Neuerung, bringen anstelle von Holzpfählen zur Stabilisierung der Plantagenbäume Betonpfähle ein. Zwei Obstbaumgenerationen sollen diese unbeschadet überdauern. „Betonpfähle sind für den Obstanbaubetrieb eigentlich nicht neu, die hatten wir schon zu DDR-Zeiten“, erinnert der „Sonnenfrucht“-Chef. „Doch weil deren Qualität nicht ausreichend war, griffen wir wieder auf Holzpfähle zurück.“ Eine noch verbleibende Brachfläche soll in den kommenden Jahren ebenfalls mit Obstbäumen bepflanzt werden. Zwischenzeitlich wird sie aber als Feldfläche einer ebenfalls wirtschaftlichen Nutzung zugeführt.

René Beuckert

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