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Neue Straße in der Grimmaer Rumbergsiedlung eröffnet

Freie Fahrt Neue Straße in der Grimmaer Rumbergsiedlung eröffnet

Nach gut einjähriger Bauzeit wurde am Freitag in der Siedlung „Am Rumberg“ im Norden von Grimma eine etwa 900 Meter lange Straße eingeweiht. Freude und Erleichterung war insbesondere den Anliegern anzumerken.  „Ich hätte nicht gedacht, das noch erleben zu dürfen“, sagte Albrecht Sittner.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. „Hier gab es vorher keine Fußwege, und der Zustand des Weges selbst war sehr schlecht“, so Sittner. Noch mehr darunter zu leiden hatten wohl all die Jahre die Autos, erinnerte Monika Bitterlich. „Sie müssen wissen, das war ganz früher mal eine Apfelplantage. In den 1930er-Jahren hat man die Flächen parzelliert und veräußert, so dass darauf eine Siedlung entstanden ist.“ Und mit der „schönen und neuen Straße“ nun, so waren sich die Anwohner einig, wird die Siedlung aufgewertet.

Dennoch gibt es da einen Wermutstropfen. Denn aus dem ehemaligen Feldweg sei nun eine Rennstrecke geworden, bedauerte Anwohnerin Brigitte Nitzbon. „Das war sofort zu spüren, nachdem sie Asphaltschicht aufgebracht worden war, obwohl noch in der Bauzeit Tempo 30 bestand.“ Aber dieses Problem, auch darin waren sich alle einig, ist ein hausgemachtes. „Hier fahren ja zumeist nur Anlieger entlang. Und da glaube ich, müssen wir uns alle selbst disziplinieren“, fügte Brigitte Nitzbon unter Zustimmung der anderen Anwohner an. „Tempo 50 gilt, für eine Begrenzung auf Tempo 30 besteht derzeit keine Veranlassung“, sagte Dirk Hamann vom städtischen Tiefbauamt. Grund sei die Tatsache, dass Autos am Straßenrand abgestellt werden dürfen, was automatisch zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit führe. Dennoch wolle er diese Problematik nicht aus dem Auge verlieren.

Freude über das Ergebnis auch in der Verwaltung. Oberbürgermeister Matthias Berger (parteilos) sprach gar von einer Besonderheit. „Wir konnten auf Fördermittel zurückgreifen, die aus anderen Kommunen zurückgeflossen waren, so dass wir statt 25 Prozent fast 75 Prozent der etwa 600.000 Euro finanziell gestützt bekommen haben.“ In diesem Zuge haben auch die Kommunalen Wasserwerke „den Stand der Technik umgesetzt“, betonte Thomas Kretzschmar von der Oewa als Dienstleister für Wasser und Abwasser, so dass nun zentral ver- und entsorgt wird. Die Alternative wäre für die Anwohner der Bau von Kleinkläranlagen gewesen.

Frank Schmidt

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