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Neue Struktur für Grimmas Verwaltung

Neue Struktur für Grimmas Verwaltung


Grimma. Die Grimmaer Stadtverwaltung soll eine neue Struktur bekommen. Das grobe Konzept dafür stellte Mitarbeiterin Martina Lehnigk am Donnerstag den Stadträten vor.

. In Zukunft soll es anstelle der derzeitigen sieben Ämter nur noch vier Fachbereiche geben. Ein Beigeordneter, der von den Stadträten zu wählen ist, übernimmt die Leitung bestimmter Fachbereiche.

Mit der Eingemeindung von Nerchau, Thümmlitzwalde und Teilen von Großbothen sei Grimma in diesem Jahr zur flächenmäßig viertgrößten Kommune Mittelsachsens mit rund 28500 Einwohnern bei einem Territorium von 188 Quadratkilometern angewachsen. Bisherige Verwaltungsstrukturen müssten hinterfragt und analysiert werden, ob sie den gestiegenen Anforderungen noch entsprechen, hieß es. Weiterhin sei zu beachten, dass im Rahmen der freiwilligen bzw. später gesetzlichen Gemeindezusammenschlüsse weitere Orte zur Großen Kreisstadt Grimma kommen können und mit einer Einwohnergröße bis etwa 35000 gerechnet werden kann.

Die beiden künftigen Fachbereiche mit Außenwirkung – Bauwesen sowie Soziales und Kultur – unterstehen dem Oberbürgermeister, dem Beigeordneten sind zum einen die zentrale Verwaltung und der Bürgerservice und zum anderen der Bereich Finanzen unterstellt. Zudem ist die Bildung eines Rechnungsprüfungsamtes und eines Bauaufsichtsamtes beabsichtigt, wobei letzteres noch der rechtlichen Prüfung bedarf. Die Feingliederung der einzelnen Fachbereiche und das Erstellen eines Personalentwicklungskonzepts für die kommenden Jahre seien die nächsten Schritte, sagte Monika Lehnigk.

„Wir stimmen als Stadträte nicht über die künftige Verwaltungsstruktur ab", sagte Abgeordneter Klaus-Dieter Tschiche (SPD), „denn die Verantwortung dafür liegt beim Oberbürgermeister. Doch das Grobkonzept, das uns heute vorgestellt wurde, ist gut. Ich wünsche der Stadt viel Glück, auch wenn wohl später noch manchmal der Teufel im Detail stecken wird." Sein Fraktionskollege Horst Knoof war über Zahlen gestolpert, die er in einer Information der Verwaltung gelesen hatte: „Wenn bei 28 000 Einwohnern 95 Mitarbeiter in der Kernverwaltung tätig sind, entspricht das doch rund 3,4 Beschäftigte auf 1000 Einwohner. Das sind mehr als jetzt mit 3,15 Mitarbeitern, wie kann das sein?" Amtsleiterin Helga Preissler klärte auf. Diese Zahl seien keine voll Beschäftigten, viele Angestellte arbeiteten in Teilzeit. Es werde einen Schlüssel von 3,09 Mitarbeitern geben, so sei es auch im Haushaltsplan festgehalten.

Nachdem die Stadträte sich mit der neuen Verwaltungsstruktur angefreundet hatten, fassten sie einen Beschluss zur Änderung der Hauptsatzung, in der nunmehr ein Beigeordneter seinen Platz findet, der als Wahlbeamter sieben Jahre tätig sein wird. Schon am 1. Oktober dieses Jahres soll er sein Amt antreten. Eine Ausschreibung werde es geben, wenn die Satzungs-Änderung beim Landratsamt angezeigt ist. Oberbürgermeister Matthias Berger sagte: „Es gibt dafür schon jetzt einige interessante Interessenten."

Silke Hoffmann

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