Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Neuer SPD-Kreischef sieht Borsdorf und Brandis als Modelle für den Partei-Aufschwung
Region Grimma Neuer SPD-Kreischef sieht Borsdorf und Brandis als Modelle für den Partei-Aufschwung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 16.06.2016
Markus Bergforth. Quelle: Frank Schmidt
Anzeige
Landkreis Leipzig

Brandis und Borsdorf könnten in gewisser Weise zum Modell werden. Für den Aufschwung der SPD im Landkreis Leipzig. Deren Vorsitzender ist jetzt Markus Bergforth, ein gestandener Mann aus dem Ruhrpott und mit 50 im besten Alter. Wenn der fünffache Vater mit Wohnort Brandis, der sein Geld bei den Johannitern in der Hochwasserhilfe verdient, auf seinen SPD-Ortsverein blickt, weiß er, wie es gehen könnte. Mit kleinen Schritten und einem stetigen Zuwachs. Und dabei lässt Bergforth, der beim SPD-Kreisparteitag in Rötha mit 88 Prozent zum Nachfolger von Ingo C. Runge gewählt wurde, keinen Zweifel daran, dass sich die SPD nicht verstecken muss.

„Wir haben unsere Grundwerte und wissen, woher wir kommen.“ Die SPD stehe seit 153 Jahren für Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit, „das ist ein Wertekanon, der unschlagbar ist“. Und der auch beim Hauptthema dieser Zeit, dem Zustrom von Asylbewerbern, Anwendung finden müsse. Dazu habe die SPD eine klare Haltung, sagt der SPD-Chef, der erst mit 30 Parteimitglied wurde. Allerdings müsse auch klar sein, „dass die, die hierher kommen, eine heterogene Masse sind“. Dass es „gute und schlechte Flüchtlinge“ gebe. Er könne verstehen, dass die Menschen mit Straftätern unter den Asylbewerbern Probleme haben. Andererseits erwarte er, „dass sich die Kritiker mit dem Thema auseinandersetzen“. In der Gesellschaft finde eine Veränderung statt. Dabei, ist die neue Nummer eins der Landkreis-SPD überzeugt, müssten beide Seiten keineswegs ihr Leben aufgeben.

Die SPD zwischen Wurzen und Borna ist eine Organisation mit 279 Mitgliedern, von denen jedes zweite jenseits der 60 ist. Deshalb setzt Bergforth auf Graswurzelarbeit, so wie er es in Brandis und Borsdorf erlebt hat. Der SPD-Ortsverein, zu dem mittlerweile auch Naunhof gehört, erfreut sich eines nennenswerten Mitgliederzustroms. Erst kürzlich habe es drei Parteieintritte gegeben. Zwei der Newcomer waren noch nicht mal 20 Jahren alt. Bei einer Gesamtmitgliederzahl von 30 organisierten Sozialdemokraten immerhin ein Zuwachs von zehn Prozent. Bergforth: „Wenn wir das im gesamten Landkreis schaffen könnten.“

Immerhin geht es auch um die Weichenstellungen für künftige Wahlen, selbst wenn bis dahin noch etwas Zeit ist. Bei denen hätte ein Kreisvorsitzender einen natürlichen Zugriff auf eine aussichtsreiche Kandidatur. Käme Bergforth also womöglich als Nachfolger der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) in Frage, sofern die bei den Landtagswahlen im Jahr 2019 nicht noch einmal antreten würde? Konkrete Antwort: „Ich kann mir das vorstellen.“

Von Nikos Natsidis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Klasse 9K1 der Oberschule Trebsen ist „Beste Neunte“ der Region. Die Schüler überzeugten in einem Wettbewerb, den die IHK zu Leipzig das zweite Mal auslobte, vor allem mit ihrem gemeinnützigen Engagement. Ihr Partner: die K & S-Seniorenresidenz in Grimma.

16.06.2016

Im Tarifkonflikt um die Bezahlung der städtischen Bediensteten in Naunhof hat die Gewerkschaft Beamtenbund und Tarifunion Sachsen (SBB) am Mittwoch zu einem zweitägigen Warnstreiks aufgerufen gehabt. Die Beschäftigten der Stadt haben seit 1994 keinen gültigen Tarifvertrag mehr, nachdem die Kommune aus dem Arbeitgeberverband ausgetreten war.

16.06.2016

Die Verkehrsbetriebe im Kreis haben erfolgreich ein elektronisches Schülerticket getestet. Das wurde am Dienstag in der Oberschule Böhlen (Stadt Grimma) vorgestellt, deren Mädchen und Jungen wie die der Oberschule Frohburg den Probelauf durchführten. Die generelle Umstellung soll schon fürs neue Schuljahr erfolgen.

15.06.2016
Anzeige