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Grimma Neues Feuerwehrfahrzeug für Grethen – Ortsfeuerwehr erhält 250.000-Euro-Auto
Region Grimma Neues Feuerwehrfahrzeug für Grethen – Ortsfeuerwehr erhält 250.000-Euro-Auto
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17:30 29.07.2016
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Parthenstein/Grethen

Manchmal gehen selbst große Investitionen schnell über die Bühne. Unter anderem dann, wenn es keine Alternative dazu gibt. So geschehen in Grethen. Im dortigen Feuerwehrgerätehaus steht seit 1995 ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, kurz TSF-W, das im Sommer 2015 mit einem Bremsschaden in die Werkstatt musste. Diagnose: Irreparabel! „Ursprünglich zielte unsere Planung dahin, ein solches Fahrzeug bis 2020 neu anzuschaffen, mit der Diagnose war aber schnelles Handeln gefragt“, blickt Orts- und Gemeindewehrleiter Sven Medicke zurück. Im Frühjahr fassten die Parthensteiner Gemeinderäte einstimmig einen Beschluss zur Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges, am Donnerstagabend rollte das von Magirus bestückte LF 10 vor dem Gerätehaus vor.

250 000 Euro hatte die Gemeinde zuvor an den Hersteller überwiesen, von denen sie 124 000 Euro aus Eigenmitteln aufbrachte, während die andere reichliche Hälfte über Fördermittel beglichen wurde. „Mein Dank geht deshalb auch an die Kreisverwaltung, namentlich den Kreisbrandmeister, darüber hinaus auch an Sven Medicke, der sich sehr für das neue Fahrzeug engagiert hat“, so Bürgermeister Jürgen Kretschel (parteilos).

Der Gemeindewehrleiter bezeichnet das neue Einsatzfahrzeug als einen Quantensprung gegenüber dem damals rund 180 000 Mark teuren Mercedes, für den es mittlerweile keine Ersatzteile mehr gibt. Wichtigstes Merkmal des neuen LF 10 ist sein 1200 Liter Wasser fassender Tank, womit den Grethener Kameraden mehr als das Doppelte des im Ernstfall Menschenleben und materielle Güter rettenden Nass’ für den Erstangriff zur Verfügung steht. „Reichten die 500 Liter des Vorgängerfahrzeuges für maximal sieben Minuten Löschen, so haben wir mit dem LF 10 rund 15 Minuten Zeit, um eine Wasserversorgung aufzubauen“, erklärt Medicke.

„Es ist ein Fahrzeug sozusagen von der Stange, das von Magirus in Serie gefertigt wird“, so Medicke. Ordere man ein identisches Fahrzeug von anderen Herstellern mit ähnlichen technischen Aufbauten, müsse man wesentlich tiefer in die Tasche greifen. „Das Fahrzeug verfügt zwar nicht über alles, was wir uns gewünscht hätten, aber zumindest all das, was gebraucht wird“, so der Gemeindewehrleiter, der vom Parthensteiner Bürgermeister für die gute Zusammenarbeit gelobt wird.

„Wir sind zwar als Kommune in der glücklichen Lage, eine solche Investition stemmen zu können“ sagt Kretschel, betont aber zugleich: „Doch wir müssen im Auge behalten, dass unsere drei VW-Einsatzfahrzeuge in Großsteinberg, Klinga und Pomßen ebenfalls 20 Jahre auf dem Buckel haben und damit die Ersatzteilversorgung auch in absehbarer Zeit zu einem Problem werden könnte.“

Von Roger Dietze

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