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Neues Gerätehaus für Naunhofs Feuerwehr

Neues Gerätehaus für Naunhofs Feuerwehr

Für Ekkehard Schmidt, der sich selbst als „alten Naunhofer Feuerwehrmann" bezeichnet, war der Montag ein Freudentag. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen", meinte er, als am Abend das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus mit Rettungswache in der Wiesenstraße seiner Bestimmung übergeben wurde.

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Nach sieben Jahren des Wartens auf Fördermittel und einer Bauzeit von 15 Monaten übergab Bürgermeister Uwe Herrmann die symbolischen Schlüssel für den Neubau. Dass es gleich drei waren, lag daran, dass in dem Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 1050 Quadratmetern nunmehr freiwillige Feuerwehr und Wasserwehr der Stadt Naunhof sowie eine Rettungswache des Rettungszweckverbandes der Versorgungsbereiche Landkreis Leipzig und Region Döbeln unter einem Dach zusammengeführt sind. Für das neue Haus, das insgesamt rund 1,7 Millionen Euro kostet, flossen aus dem Konjunkturpaket II des Bundes rund  750 000 Euro. Dass das Geld gut angelegt worden ist, bescheingte den Naunhofern Sachsens Innenminister Markus Ulbig. Er würdigte zugleich den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute. „Das Engagement der Kameradinnen und Kameraden, die im Ernstfall auch unter Einsatz ihres Lebens für den Rettungsdienst stets bereit stehen, ist besondere ehrenamtliche Arbeit. Dafür möchte ich Ihnen im Namen des Freistaates den Dank aussprechen", betonte er.

In der neuen Fahrzeughalle, die mit Tischen, Bänken, Bier- und Sektausschank zum Festsaal umfunktioniert worden war, in dem die Muldentaler Musikanten mit Big-Band-Klängen aufwarteten, sorgte als einziges Feuerwehrfahrzeug die historische Handdruckspritze der Naunhofer Feuerwehr aus dem Jahre 1897 für einen besonderen Kontrast. Die Feuerwehr-Flotte der Gegenwart war vor der Halle aufgefahren. „Wir verfügen mit zwei Löschfahrzeugen, einem Drehleiterfahrzeug, einem Tanklöschfahrzeug, einem Einsatzleitwagen und einem Vorausrüstwagen nicht nur über moderne technische Ausrüstung auf Rädern, wir haben dafür nun endlich auch das moderne Haus dazu", meinte Ekkehard Schmidt . Er erinnerte daran, dass sich die Feuerwehr bislang mehr oder weniger immer in baulichen Provisorien einrichten musste. „Einst genügte ein Spritzenhaus in der Ungibauerstraße, später ein Gerätehaus in der Gartenstraße, bevor 1972 der Umzug in ehemalige Betriebshallen in der Leipziger Straße erfolgte. Auch hier wurde es der Feuerwehr zunehmend zu eng. Die Technik hatte kaum Platz. Die Fahrzeuge einzufädeln war nicht so einfach", blickte Schmidt zurück.

Jetzt biete das neu erbaute Domizil nicht nur funktional viel bessere Bedingungen für die Feuerwehr, zu deren Einsatzbereich auch große Teile der Autobahn 38 zwischen Großpösna bis zum Autobahndreieck Parthenaue sowie der Autobahn 14 von Kleinpösna bis zur Anschlussstelle Ammelshain gehören. Das neue Haus verkörpere auch in puncto technischer Ausstattung der Räume und hinsichtlich der Arbeitsbedingungen einen Quantensprung, schwärmte Schmidt. 53 Jahre sei er schon bei der Feuerwehr, habe viel erlebt und mitgemacht. Montag aber sei einer der schönsten Tage in seinem Feuerwehrleben gewesen.

 

Andreas Läbe

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Von Redakteur Andreas Läbe

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