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Grimma Neues Leben auf Weidels Hof
Region Grimma Neues Leben auf Weidels Hof
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00:33 18.05.2018
Vom Land aufs Land: Erika und Günther Lamprecht sind von Nitzschka nach Schmorditz gezogen und genießen ihren Lebensabend auf dem neuen Weidels Hof, der barrierefrei und seniorengerecht ausgebaut wurde. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma/Schmorditz

Jeder Einheimische kennt den Dreiseitenhof Weidel in Schmorditz Nummer acht bei Nerchau und weiß um die sehr alte Bausubstanz. Nun ist aus dem ehemaligen Bauerngrundstück mit 40 Hektar Ackerland der einstig bekannten Bauernfamilie Weidel - daher auch der Name - weit mehr als nur ein Schmuckstück geworden. Gleichwohl Teile der alten Stall- und Nebengebäude schon als Wohnraum umgebaut und genutzt waren, ist nun auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dass in dem Komplex samt Gutshaus insgesamt 32 Wohnungen entstanden sind.

Barrierefreies Wohnen

Das Gros davon, nämlich 24 Wohnungen im ehemaligen Stallgebäude, sind auf drei Etagen mit einer Wohnfläche zwischen 45 und 60 Quadratmetern barrierefrei hergerichtet worden und besonders für Senioren prädestiniert. Zudem verfügt jede Wohnung über Balkon oder Terrasse.

Eine Million Euro investiert

Investor ist Bauer Kupfer in Neichen, der freilich keinen Hehl daraus macht, das zum Hof gehörende Ackerland übernommen zu haben, um es zu bewirtschaften. Doch man fühle sich eben auch der damit verbundenen Gebäudesubstanz verpflichtet, „die so oder so sanierungsbedürftig war“, weiß Olaf Kupfer. Statt aber dieses Anwesen zum Spekulationsobjekt auf dem Immobilienmarkt werden zu lassen oder gar dem völligen Verfall preiszugeben, sind etwa eine Million Euro in den umfangreichen Um- und Ausbau geflossen. „Wer weiß, was sonst daraus geworden wäre“, rechtfertigt Kupfer sein regional ausgerichtetes Engagement. Jetzt sei halt die moderne Wohnanlage „Weidels Hof“ entstanden, die, so Kupfer weiter, „Generationen verbindet, obwohl jeder seine eigenen vier abschließbaren Wände hat.“

Senior Gall war gleich überzeugt

Genau das hat Norbert Gall überzeugt. „Ich habe nach einem Alterssitz im Muldental gesucht und über das Internet gefunden“, sagt der aus Bayern stammende Senior. Allerdings kennt der ehemalige Kaufmann die Region schon lange und hat im Umland viele Bekannte und gute Freunde gewonnen. „Mich hat das Wohnkonzept sofort überzeugt, denn hier wohnen neben uns älteren auch junge Menschen, zu denen wir schon recht gute Kontakte haben. Das ist schon jetzt wie eine große Familie“, freut es den 80-Jährigen. Außerdem habe man in der Nachbarschaft das Gesundheitszentrum, also eine ärztliche Versorgung, was nicht nur ihm ganz wichtig sei, und Einkaufsmöglichkeiten gleich um die Ecke.

Davon profitieren auch Erika und Günther Lamprecht. Beide, sie 82 Jahre, er zwei Jahre jünger, sind aus Nitzschka kommend nach Schmorditz gezogen. „Wir haben unseren Bauernhof abgegeben. Und damit sind wir all unseren Ballast losgeworden, haben es aber nicht bereut, denn hier ist es wirklich schön“, sagen die ehemaligen Landwirte.

Wer sich für eine der Wohnungen interessiert; am Freitag von 14 bis 18 finden Besichtigungen statt. Weitere Informationen auch unter Telefon 0341/6884948.

Von Frank Schmidt

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