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Grimma Neues Riff-Resort in Bad Lausick eröffnet
Region Grimma Neues Riff-Resort in Bad Lausick eröffnet
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18:38 30.11.2018
Architekt Axel Höer (r.)übergibt den Schlüssel an Henry Heibitzki, den Geschäftsführer der Thermenresort und der Kur GmbH. Quelle: Jens Paul Taubert
Bad Lausick

Die ersten regulären Gäste werden im neuen Bad Lausicker „Riff-Resort“ erst am 15. Dezember erwartet. Im Vorfeld aber wurden schon knapp 1700 Übernachtungen in dem mit dem Kur- und Freizeitbad „Riff“ unmittelbar verbundenen Haus verkauft.

Dass mit dem Resort die Erfolgsgeschichte, die das „Riff“ seit fast einem Vierteljahrhundert verkörpere, fortgeschrieben werde, daran wollte Landrat Henry Graichen (CDU) am Freitagabend zur Eröffnung keinen Zweifel lassen. Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU), der den Ministerpräsidenten Michael Kretzschmer (CDU) vertrat, sprach von wichtigen Impulsen für die Kurstadt, die 2021 auf eine 200 Jahre währende Kur-Tradition zurückschauen kann.

Interessenten können sich am 1. und 2. Dezember im neuen „Riff-Resort“ in Bad Lausick umschauen.

23 Ferienwohnungen im neuen Riff-Resort

Mehr als drei Millionen Euro hat das Gebäude, das 23 Ferienwohnungen mit insgesamt 39 Zimmern umfasst, gekostet. Aufgebracht haben die Summe die regionalen Gesellschafter der eigens gegründeten Thermenresort GmbH, an der die Kur GmbH zu einem Viertel beteiligt ist. Die Sächsische Aufbaubank trug 30 Prozent der Investition durch Fördermittel.

Die Kur GmbH selbst errichtete für rund 400.000 Euro einen gläsernen Verbindungsgang hinüber ins „Riff“, der den Wellness-Gästen und den Familien mit Kindern – zwei Haupt-Zielgruppen – eine bequeme Nutzung der Sauna- und Badelandschaften ermöglichen soll. Aus guten Grund schließt der Übernachtungspreis die „Riff“-Tickets ein.

„Dazu gehört Mut, diese Investition zu stemmen“, sagte Thomas Schmidt: „Ich sehe gerade im ländlichen Raum viel Großartiges, das entstand, weil es von den Menschen vor Ort getragen wurde.“ Ländlich bedeute ja keinesfalls im Nirgendwo, fügte er, eine Prognose zitierend, launisch an: Anno 2040 sei Sachsen noch immer dichter besiedelt als es der Freistaat Bayern heute sei. Viel Potenzial also für Städte wie Bad Lausick.

Für Geschäftsführer Henry Heibutzki geht Traum in Erfüllung

„Ein Traum geht in Erfüllung“, sagte Henry Heibutzki, Geschäftsführer der Thermenresort und der Kur GmbH. Im Grunde seit der „Riff“-Eröffnung 1995 habe man über ein angeschlossenes Hotel nachgedacht. Dass die Realisierung so lange dauerte und dass es letztlich Ferien-Apartments wurden, liege an den mehrfach geänderten Förderbedingungen und den sich wandelnden Ansprüchen der Gäste.

Bis zur feierlichen Einweihung des neuen „Riff-Resorts“ sind noch Tausend Kleinigkeiten zu erledigen. Ein Streifzug durch das Haus, das bereits gut gebucht ist.

Man werde bis zum Jubiläumsjahr 2021 auch weiter in die Kur-Infrastruktur investieren, kündigte Bürgermeister Michael Hultsch (parteilos) an. Dank des Resorts verdoppele sich jetzt die Übernachtungskapazität in der Stadt, nehme man die Reha-Kliniken aus. Diese drei Einrichtungen bringen es auf 510 Betten.

Fast ausnahmslos aus der Stadt und dem Leipziger Umland stammen die 54 Unternehmen, die an der Fertigstellung des auf 43 Bohrpfählen ruhenden Gebäudes Anteil hatten. Die Planung des Gebäudes besorgte das Bad Lausicker Architekturbüro Axel Höer. Vertreter der Unternehmen waren zum Festakt im Frühstückssaal in der ersten Etage ebenso eingeladen wie solche aus der Politik sowie Partner aus der Wirtschaft und diversen Institutionen.

Bläserquintett der Sächsischen Bläserphilharmonie spielte auf

Für einen gelungenen musikalischen Rahmen sorgte das Bläserquintett der Sächsischen Bläserphilharmonie. Ensemble und Orchester sind seit Jahren wie die Deutsche Bläserakademie nur wenige Meter entfernt am Rand des Kurparkes beheimatet und werden das Resort künftig gern für ihre auch internationalen Gäste nutzen.

Während Axel Höer und seine Mitarbeiterin Eva-Maria Czichos Henry Heibutzki den symbolischen Schlüssel zum Neubau überreichten, hatte der Landrat eine Tafel mit Sternen im Gepäck: den Zertifizierungsnachweis des Deutschen Tourismusverbandes für das 3-Sterne-Resort. Das Team des „Riff“-Restaurants um Daniel Redler hatte für die Gäste des Festakts ein Büfett arrangiert, denn auch in Sachen Gastronomie arbeiten das Freizeitbad und das Resort künftig eng zusammen.

Interessenten können sich am 1. Dezember von 14 bis 18 Uhr und am 2. Dezember von 10 bis 14 Uhr im „Riff-Resort“ umschauen.

Von Ekkehard Schulreich

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