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Grimma Neues Tanklöschfahrzeug in Nerchau
Region Grimma Neues Tanklöschfahrzeug in Nerchau
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05:00 22.06.2010
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. Das wurde am Sonnabend feierlich vor dem Gerätehaus in Dienst gestellt.

So funkelnagelneu war es aber gar nicht mehr, wie Wehrleiter Wolfgang Pretzsch verriet. „Das Auto stand keine Stunde auf dem Hof, schon musste es zum ersten Einsatz. An der alten BHG wurde es erstmals zur Brandbekämpfung eingesetzt, bestand also schon seine Feuertaufe." Wenn es noch nicht da gewesen wäre, hätte der alte W50 aus dem Jahre 1989 auch noch einmal seinen Job gemacht. „So wie er es all die Jahre für uns zuverlässig tat", fand Pretzsch zur Ausmusterung würdigende Worte für alte Technik.

Obwohl, ausgemustert wird der W50 gar nicht. „Das Auto soll der Feuerwehr Weißenberg bei Bautzen überlassen werden, einem Ort so groß wie Nerchau mit sieben Ortswehren, aber wenig Geld in der Gemeindekasse", verkündete Bürgermeister Uwe Cieslack. „Zum Verschrotten einfach zu schade. Schließlich war es der letzte Feuerwehr-W50 gewesen, der in dieser Bauart vom Band lief", sagte Pretzsch. „Ich sage es nur, weil wir den W50 zwar relativ neu, aber 1990 auch nur gebraucht bekommen haben – damals von der ehemaligen Farbenfabrik Nerchau, die mit der Werksschließung auch die eigene Betriebsfeuerwehr nicht mehr brauchte." Doch für den technisch veralteten W50 wurde es auch immer schwieriger, Ersatzteile zu beschaffen. Die Einsatzfähigkeit stand auf dem Spiel. Das solle aber für die nächsten Jahre kein Thema mehr sein. Auch deshalb, weil das neue Tanklöschfahrzeug in enger Abstimmung mit den Kameraden so konzipiert worden sei, dass es den neuen Einsatzbedingungen entspricht, betonte der Rathauschef. Sie sind zum Beispiel für das Löschen von Solardächern ausgerüstet, die aufgrund der Stromentwicklung nicht mit Wasser gelöscht werden können.

Die Kosten für die Neuanschaffung bezifferte Cieslack mit 230 000 Euro als „eine Investition in die Zukunft". Von den Nerchauern freilich hätten sich die anwesenden Stadträte bei der feierlichen Übergabe mehr Anteilnahme erhofft. Stattdessen blieben die Kameraden und Offiziellen unter sich. Zur Gratulation waren Abordnungen der Feuerwehren aus den Nachbargemeinden gern nach Nerchau gekommen.

Sie wurde dafür mit einem historischen Hingucker belohnt. Die Nerchauer Feuerwehr verfügt noch über eine Handdruckspritze aus dem Jahre 1885. Zur Feier des Tages machte sie neben ihrem jüngeren und hochmodernen Bruder eine gute Figur. „Die behalten wir auf alle Fälle", verriet Pretzsch Traditionsbewusstsein.

Frank Schmidt

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