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Neues Trebsener Seniorenwohn- und Pflegezentrum setzt auf aktive Mitgestaltung

Bezugsfertig Neues Trebsener Seniorenwohn- und Pflegezentrum setzt auf aktive Mitgestaltung

Noch in diesem Monat sollen die ersten Bewohner in das neue Seniorenwohn- und Pflegezentrum einziehen. Derzeit laufen mehrere Abnahmen des Gebäudes, bis zum Ende der Woche wollen die Handwerker im Innenbereich ihre Arbeiten erledigt haben. Drum herum brauchen sie noch etwas länger, dafür werden die Rentner dort etwas Überraschendes vorfinden.

Wo im Herbst 2015 noch Acker war, ist an der Seilergasse in Trebsen das große Seniorenwohn- und Pflegezentrum entstanden.

Quelle: Frank Schmidt

Trebsen. Noch in diesem Monat sollen die ersten Bewohner in das neue Seniorenwohn- und Pflegezentrum an der Seilergasse einziehen. Derzeit laufen mehrere Abnahmen des Gebäudes, bis zum Ende der Woche wollen die Handwerker im Innenbereich ihre Arbeiten erledigt haben. Drum herum brauchen sie noch etwas länger, dafür werden die Rentner dort etwas Überraschendes vorfinden.

Wo am 6. Oktober 2015 der Grundstein gelegt wurde, erhebt sich jetzt ein stolzer dreistöckiger Komplex, der künftig auf drei Etagen 68 Menschen beherbergen soll. Die Zimmer sind komplett möbliert, nur noch wenige Handgriffe müssen erledigt werden. Dennoch wird das Haus nicht auf einmal bezogen.

Pflegedienstleiterin Nadine Schneider in einem der Badezimmer der Bewohner

Pflegedienstleiterin Nadine Schneider in einem der Badezimmer der Bewohner

Quelle: Frank Schmidt

„Pro Woche nehmen wir zwei Menschen auf“, kündigt Jana Berentzik an. Sie ist Gebietsleiterin beim gemeinnützigen Verein Internationales Bildungs- und Sozialwerk, der die Einrichtung für sieben Millionen Euro aus dem Boden stampfte, ohne dafür staatliche Fördermittel in Anspruch zu nehmen. Zuletzt war sie für den Bau eines ähnlichen Heimes in Wermsdorf verantwortlich. Von daher weiß sie aus Erfahrung, dass es nicht ratsam ist, die Belegung zügiger anzugehen. „Beim Einzug sind viele Dokumentationen zu erledigen. Außerdem müssen die Bewohner und Mitarbeiter erst einmal ankommen“, erklärt sie.

Elf Frauen und Männer wurden bereits angestellt. „Wir brauchen aber noch Fachkräfte, unter anderem Dauernachtwachen und Pflegepersonal für den Tag“, sagt Berentzik. Interessierte könnten sich jederzeit im Hause melden, das jetzt einen Namen erhalten hat, der den örtlichen Gegebenheiten Rechnung trägt. „Mühlteichblick Trebsen“ heißt das Wohn- und Pflegezentrum.

Einrichtungsleiterin Sylvia Schneider schaut Hausmeister Jörg Engelhardt zu, wie er Seifenspender in den Bädern montiert

Einrichtungsleiterin Sylvia Schneider schaut Hausmeister Jörg Engelhardt zu, wie er Seifenspender in den Bädern montiert.

Quelle: Frank Schmidt

Auf eben jenes Gewässer werden die Bewohner aus ihren Zimmern schauen, von denen jedes mit einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet ist. Wer eigene Möbel mitbringen möchte, darf dies tun; dann werden die vorhandenen im Keller verstaut. Überhaupt legt der Trägerverein viel Wert darauf, dass sich die Senioren wohlfühlen.

Bauleiter Stefan Moser (l) und ARchitekt Hartmut Kother vom RJ Planungsbüro aus Erfurt rücken in der künftigen Cafeteria die Tische an ihren Platz

Bauleiter Stefan Moser (l.) und ARchitekt Hartmut Kother vom RJ Planungsbüro aus Erfurt rücken in der künftigen Cafeteria die Tische an ihren Platz.

Quelle: Frank Schmidt

Jede Etage wurde in einem anderen warmen Farbton gehalten. Es gibt eine Bauernstube, ein Kaminzimmer, eine Bibliothek, einen Friseurladen, eine gute Stube und eine Cafeteria. Auf jeder Ebene befindet sich ein Restaurant, in dem gemeinsam gegessen werden kann. Sogar die Pflegebäder wirken mit ihren großen Wandbildern behaglich.

Einrichtungsleiterin Sylvia Haubold (l) und Pflegedienstleiterin Nadine Schneider (r) in einem der Pflegebäder, die gemütlich wirken

Einrichtungsleiterin Sylvia Haubold (l.) und Pflegedienstleiterin Nadine Schneider (r.) in einem der Pflegebäder, die gemütlich wirken.

Quelle: Frank Schmidt

Die behördlichen Bauabnahmen sind zum Großteil gelaufen. Diese Woche schauten sich die Heimaufsicht und das Gesundheitsamt des Landkreises die Räumlichkeiten an. „Alles ist gut, ich habe keine Bedenken“, resümiert Berentzik.

In den Außenanlagen muss hingegen noch einiges getan werden. „Für sie werden wir noch ungefähr einen Monat brauchen“, schätzt Bauleiter Stefan Moser vom RJ Planungsbüro aus Erfurt. „Der Weg zum Eingang und die Hälfte der Abstellflächen für Autos ist noch zu pflastern. Hinterm Haus legen wir Wege mit Sitzbänken, Grünflächen und Hochbeete an.“

Hochbeete? „Unsere Bewohner können hier Erdbeeren, Tomaten, Kräuter und alles, was sie sich wünschen, selbst anbauen“, schildert Jana Berentzik ein Konzept, von dem die Senioren sicherlich überrascht sein werden. „Sie dürfen alles aktiv mitgestalten vom Pflanzenkauf übers Gießen und Unkrautzupfen bis zur Ernte und Verarbeitung. Unser Sozialer Dienst wird mit ihnen Marmelade einkochen, Salat schneiden, backen.“

Alles in allem also ein Haus, das Appetit macht. Anfragen auf Plätze werden entgegengenommen, wenngleich, so Berentzik, „schon so viele vorliegen, dass wir das Haus bereits jetzt füllen könnten.“

Seniorenwohn- und Pflegezentrum „Mühlteichblick Trebsen“, Seilergasse 30, Telefon 034383/6 38 80, E-Mail: muehlteichblick@int-bsw.de

Von Frank Pfeifer

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