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Grimma Neun Ortswehren ziehen an einem Strang
Region Grimma Neun Ortswehren ziehen an einem Strang
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05:00 28.03.2011
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 „Es sind sogar Kameraden von allen neun Ortsfeuerwehren anwesend", freute er sich. Es war mit rund 70 Kameraden die wohl größte Ganztagsausbildung seit langem. „Früher haben immer nur wir Colditzer mit den Hohnbachern das zusammen gemacht. Es ist gut, dass wir uns heute alle einander einmal kennenlernen und wissen, welches Gesicht zu welcher Wehr gehört", fügte er an. Die Ausbildungsinhalte beschäftigten sich am Samstag mit einem für die Region immer wiederkehrendem Thema – Hochwasser. „Wohlwissend, dass es nach wie vor ein sehr präsentes Thema für uns alle ist", so Schmidt. Der Tag gliederte sich in zwei Teile. „Am Vormittag warc Ortskunde das Thema", sagte der Wehrleiter. „Wir haben dabei einzelne Flussabschnitte der Region begutachtet und gesehen, wo Gefahren lauern." Unter anderem wurde der Hochwasserschutz in Erlln, Sermuth und in Colditz unter die Lupe genommen. Dabei wurden laut Schmidt aber auch Unterschiede gefunden. „Wir haben einmal mehr festgestellt, dass man die Regionen nur schwer miteinander vergleichen kann. In Colditz hat man gegen Hochwasser kaum eine Chance, in Erlln dagegen gibt es Auslaufflächen, die man verteidigen kann. Das beeinflusst eine Einsatztaktik extrem", erklärte er. Außerdem wurden Gefahrenschwerpunkte, Funktionsweisen und die Löschwasserversorgung im Brandfall inspiziert.

Nach einer Mittagspause mit Erbsensuppe, die die Kameraden der Feuerwehr Hohnbach kochten, ging es an die Sandsäcke. „Eigentlich wollten wir das in Errln machen, aber da das Wetter so schlecht ist, haben wir es ins Gerätehaus nach Colditz verlegt. Es muss ja nicht sein, dass noch jemand krank wird", so der Hohnbacher Wehrleiter Thomas Meyer. Steffen Schmidt hatte sich zum Thema Sandsäcke fachkundige Unterstützung vom Technischen Hilfswerk aus Borna organisiert. „Das THW hat sofort zugesagt. Das lief problemlos", freute er sich. Die zwei Männer und eine Dame gaben nützliche Tipps zum Umgang mit den Sandsäcken. „Wichtig ist, dass ihr die Säcke immer in einer Pyramidenform aufbaut, damit sie stabil bleiben", riet THW-Zugführer Timo Heller. Ein Vergleich war erstaunlich: im Gerätehaus werden rund 500 Sandsäcke aufbewahrt. Im Notfall würden diese hinten und vorne nicht reichen. „Wenn der Sandsack-Damm 30 Zentimeter hoch sein soll, dann reichen 500 Stück gerade einmal für zehn Meter Länge", rechnete Steffen Schmidt vor. Die Faustformel zum Bau eines Sandsack-Deiches gab Timo Heller Preis. „Wenn er einen halben Meter hoch werden soll, muss er einen Meter plus einen Sandsack breit sein, um stabil zu wirken."

Robin Seidler

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