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Niederflurbusse ermöglichen Rollstuhlfahrer problemloses Ein- und Aussteigen

Training für behinderte Bürger Niederflurbusse ermöglichen Rollstuhlfahrer problemloses Ein- und Aussteigen

Projektgruppe ÖPNV für alle und Regionalbus Leipzig führen ein Mobilitätstraining für Rollstuhlfahrer und Bürger mit Rollator in Grimma durch.

Gewusst wie: Moderne Niederflurbusse ermöglichen das problemlose Ein- und Aussteigen für Menschen mit einem Rollator ebenso wie für Rollstuhlfahrer.

Quelle: Roger Dietze

Grimma. Mobil bleiben auch mit Rollator oder gar im Rollstuhl: Im Alltag indes sehen sich Senioren und behinderte Menschen mit einer Menge nicht selten unüberwindlicher Hürden bei der Umsetzung dieses Wunsch konfrontiert. Nicht zuletzt bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), wenngleich die Zahl der behindertengerecht konstruierten Niederflurbusse allerorts im Steigen begriffen ist. Auch bei der Regionalbus Leipzig GmbH. „Unsere rund 120 Fahrzeuge umfassende eigene Flotte besteht zu rund 50 Prozent aus Niederflurbussen, und der Anteil nimmt sukzessive zu“, berichtet Firmensprecher Thomas Fröhner. Dessen Arbeitgeber hatte die vom sächsischen Sozialministerium unterstützte regionale Projektgruppe „ÖPNV für alle“ Region Landkreis Leipzig/Nordsachsen am vergangenen Wochenende für das erste Mobilitätstraining in Grimma gewinnen können. Dabei erhielten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich über den Zugang zum ÖPNV zu informieren, Einblicke in die fahrgastrelevante Technik am Fahrzeug zu erhalten und ihre Fähigkeiten im Umgang mit den Linienbussen zu erproben respektive zu festigen. Nach einem theoretischen Teil bestand die Möglichkeit, die Theorie in der Praxis anzuwenden. Dabei ermunterte Thomas Fröhner die Teilnehmer ausdrücklich, den Kontakt zu den Busfahrern zu suchen, die eine spezielle Ausbildung durchlaufen würden und entsprechend qualifiziert seien, in ihrer Mobilität eingeschränkte Fahrgäste zu betreuen. „Niemand muss befürchten, dass dadurch die Fahrpläne nicht eingehalten werden können, weil das Aus- und Einklappen der Rampen in den Niederflurbussen keinen großen Zeitaufwand bedeutet“, so Thomas Fröhner. Doch spontan eine Busfahrt unternehmen zu wollen, kann für behinderte und ältere Menschen mit Rollatoren zum Problem werden, weil die Fahrpläne zumindest der Regionalbus Leipzig GmbH nicht ausweisen, ob der jeweilige Bus mit der Niederflurtechnik ausgerüstet ist. „Weil es keine Buslinien-Bindung für unsere Fahrzeuge gibt, gibt es auf den Linien entsprechend auch keine Garantie hinsichtlich der Verfügbarkeit von Niederflurbussen, so dass wie den Betreffenden nur raten können, für den jeweiligen konkreten Fall im Verkehrsbetrieb nachzufragen“, betont der Regionalbus-Sprecher. Während Jana Treffler von der Projektgruppe „ÖPNV für alle“ die Entwicklung im Bereich der Bustechnik auf einem guten Weg sieht, hapert es laut der 46-Jährigen beim behinderten- und altengerechten Haltestellenausbau noch erheblich. „Hier steht und fällt die Sache naturgemäß mit den finanziellen Möglichkeiten der jeweiligen Kommune“, so die Colditzerin, die die samstägliche Premiereveranstaltung unter das Motto „aufeinander zuzugehen“ setzte. „Viele in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen würden sehr gern zumindest hin und wieder einen Bus nutzen, haben aber sehr oft eine große Scheu davor.“ Zumindest Liane Münze fand am Sonnabend einige Antworten auf ihre diesbezüglichen Fragen. „Die Veranstaltung war sehr hilfreich“, resümiert die 83-jährige Grimmaerin, die sich bei ihren täglichen Wegen eines Rollators bedient. „Mit diesem bin ich auch schon in normale Busse eingestiegen, bislang hat man mir noch immer helfend unter die Arme gegriffen“, so die Seniorin, die sich am Sonnabend mit einer Reihe von Broschüren versorgte. „Die werde ich zu Hause in Ruhe studieren und bei Unklarheiten zum Telefonhörer greifen.“

Von Roger Dietze

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