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Notbewässerung für Trebsener Fußballrasen

Notbewässerung für Trebsener Fußballrasen

"Ich sage es so, wie es ist: Die Stadt Trebsen war bis jetzt nicht in der Lage, die seit Oktober defekte Pumpe reparieren zu lassen oder auszutauschen", ist Simon Junghanns vom Sportverein Trebsen stinksauer.

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Ein Akt der Verzweiflung: Randolf Brieger vom Bauhof bewässert mit Hilfe von Feuerwehrtechnik den schon deutlich sichtbar verbrannten Rasen.

Quelle: Frank Schmidt fuer LVZ

"Wenn die Stadt Trebsen mehr Interesse für die gesamte Sportanlage aufbringen würde, wäre das Problem bestimmt schon längst behoben - das ist jetzt meine ehrliche Meinung", legt der ehrenamtlich tätige Sportfunktionär mit harschen Worten nach. Zwar leide der Spielbetrieb nicht darunter, wohl aber der Rasen. "Nach den Folgekosten zur Instandsetzung des Rasens will ich gar nicht erst fragen, denn der muss aufwendig rekultiviert werden", fügt Junghanns an. Und weil sich offenbar schon die Klagen aus der Bevölkerung im Rathaus häufen, so glaubt Junghanns weiter, habe man zu einer vorläufigen Lösung gegriffen. Mit Hilfe von Feuerwehrtechnik und Mitarbeitern des Bauhofes bekommt der Spielerrasen zumindest temporär Wasser. "Normalerweise wird über eine Steuerung der Rasen im Bedarfsfall dreimal wöchentlich eine Stunde lang, zwischen 17 und 18 Uhr, bewässert", weiß Junghanns. Er kann einfach nicht verstehen, dass es nicht möglich sein sollte, zeitnah eine Pumpe zu besorgen.

Wie Steffen Lämmel aus dem städtischen Bauamt auf Anfrage erklärte, sei das bisher eine Frage des Geldes gewesen. "Die Kosten belaufen sich auf etwa 5000 Euro. Das Geld dafür ist vergangenes Jahr nicht vorhanden gewesen. Und dieses Jahr mussten wir warten, bis der Haushalt in Sack und Tüten ist. Nun aber ist die Pumpe in Auftrag gegeben." Über den genauen Liefer- und Einbautermin könne er noch keine Auskunft zu geben.

Doch selbst wenn dieses Problem behoben ist, die Sportwelt in Trebsen wäre noch lang nicht in Ordnung. "2002 ist der Platz neu hergerichtet worden. Seitdem aber hat man kaum etwas zur nachhaltigen Werterhaltung gemacht - das letzte Mal wohl 2006", kritisiert Junghanns. Die Tartanbahn im südöstlichen Teil der Sportanlage, wo starker Baumbewuchs vorherrscht, sei stark vermoost. "Das ist alles schmierig und müsste gründlich gereinigt werden." Eine Spezialfirma koste natürlich Geld, so Junghanns. Aber: "Es ist eine Unfallquelle. Wenn zum Beispiel beim Schulsport ein Kind ausrutscht und sich etwas bricht - was ist dann...?"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.06.2015
Frank Schmidt

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