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Grimma Nur die zweitbeste Lösung
Region Grimma Nur die zweitbeste Lösung
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05:00 10.09.2010
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. Die Nerchauer Stadträte konnten sich am Mittwochabend nicht einvernehmlich auf jene fünf unter ihnen verständigen, die künftig im Grimmaer Stadtrat sitzen.

Bürgermeister Uwe Cieslack hatte noch am Beginn des Tagesordnungspunktes seinen Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass man auf diese Weise einen Schlusspunkt unter die kommunalpolitischen Grabenkämpfe der zurück liegenden Monate hätte setzen und in Grimma Einigkeit demonstrieren können. Die einvernehmliche Lösung sah vor, fünf Stadträte entsprechend dem Ergebnis der letzten Kommunalwahl nach Grimma zu entsenden. Neben den drei Stadträten von SPD, CDU und den Bürgern für Nerchau Thomas Glaser, Frank Mehnert und Steffen Richter wären dies die beiden Vertreter der Wählervereinigung Ute Kniesche und Steffen Schödl gewesen.

Allein bei der Abstimmung über diese Vorgehensweise gab es mindestens ein Nein von einem der 16 Stadträte, was die letztendlich mehrheitlich von den Stadträten befürwortete Variante zwei erforderlich machte. Dabei handelte es sich um eine Verhältniswahl, bei der das Ergebnis nach der Berechnungsmethode nach D’Hondt ermittelt wurde. Laut Wikipedia eine Methode, die beispielsweise bei Wahlen mit dem Verteilungsprinzip Proporz benötigt wird, um Wählerstimmen in Abgeordnetenmandate umzurechnen. Große Veränderungen gegenüber der einvernehmlichen Lösung vermochte dieser Wahlgang indes nicht zu bringen, allein Thomas Glaser musste seinem sozialdemokratischen Partei-Genossen Gerd Möbius Platz machen, der pikanterweise von Glasers großer Stimmenzahl bei der vergangenen Kommunalwahl profitiert hatte.

Für Uwe Cieslack, der betonte, dass ihn nicht interessiere, wer nach Grimma gehe, sondern dass die, die gehen, die Interessen Nerchaus und seiner Ortsteile vertreten, stellte der Wahlausgang nach eigenem Bekunden nur die zweitbeste Lösung dar. „Ein Bürgermeister hat immer ein Interesse daran, dass Entscheidungen im Stadt- bzw. Gemeinderat einvernehmlich getroffen werden. Aber allein schon die Tatsache, dass einige Stadträte gegen die nach der Entscheidung zur Fusion mit Grimma lediglich formale Umbildung des Standesamtsbezirkes gestimmt haben, zeigt mir, dass in diesem Gremium demokratisch zustande gekommene Entscheidungen nicht wirklich akzeptiert werden", betonte Cieslack. Ein solches Handeln halte er in einem Stadtrat für inakzeptabel."

Roger Dietze

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