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Grimma Oberschule Trebsen auf Brautschau in Lettland
Region Grimma Oberschule Trebsen auf Brautschau in Lettland
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13:51 11.02.2019
Die Lehrerinnen Ilita Schleußner, Julia Kopenhagen und Karin Mehlhorn (v.l.) waren schon in der lettischen Schule. Das Foto auf dem Tisch zeigt sie mit ihren Kollegen der potenziellen Partnereinrichtung. Quelle: Frank Schmidt
Trebsen

Partnerschaftliche Beziehungen strebt die Oberschule Trebsen mit einer Bildungsstätte in Lettland an. Eine erste Delegation reiste bereits ins Baltikum und stieß dort auf großes Interesse. Nun hängt alles davon ab, ob die Europäische Union das Vorhaben finanziert.

Die Idee kam Ilita Schleußner, die aus Lettland stammt, in Dresden Sprachwissenschaften studierte und seit Anfang vergangenen Jahres als Seiteneinsteigerin in Trebsen Englisch unterrichtet. Sie war als Schulkind in der Stadt Aizkraukle Banknachbarin von Gunita Elksne, die heute an der dortigen Gesamtschule stellvertretende Leiterin ist. Mit ihr trat sie nun in Kontakt, um die Partnerschaft in die Wege zu leiten.

Hervorragendes Bildungssystem

Die lettische Bildungseinrichtung sei viel größer als die hiesige, erklärt der Leiter der Trebsener Oberschule, Detlef Hörig, der das Projekt begrüßt. „Die Kinder besuchen die erste bis vierte Klasse. Darauf aufbauend, existieren zwei Sekundarstufen, die bis zum Abitur führen“, führt er weiter aus. „Das gesamte lettische Schulsystem orientiert sich am finnischen, das laut Pisa-Studie zu den besten zählt.“ Ein Austausch könnte also durchaus befruchtend sein.

Drei Lehrerinnen auf Brautschau in Lettland

Ilita Schleußner fuhr, dank einer Anschubfinanzierung des Freistaats Sachsen, im Januar mit ihren Kolleginnen Julia Kopenhagen und Karin Mehlhorn zur Aizkraukles Novada Vidusskola, wie die relativ neue Schule mit vollständigem Namen heißt. Empfangen wurden sie äußerst herzlich und entgegenkommend. Sie besuchten den Unterricht, schauten sich aber auch das Heimatmuseum und das größte lettische Wasserkraftwerk mit einer Stauhöhe von bis zu 40 Metern an, das dort Strom erzeugt. Den Bezirk Aizkraukle, rund 80 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Riga gelegen, durchströmt die Düna (lettisch: Daugava). „Sie ist der größte Fluss des Baltikums, einfach herrlich, vergleichbar mit der Elbe“, schwärmt Schleußner.

Schüler sollen von Partnerschaft profitieren

„Zwei Länder, zwei Flüsse, ein Europa“, hat die 48-Jährige das Partnerschaftsprojekt genannt, das über das Erasmus-Plus-Programm realisiert werden soll. Genehmigt es Brüssel, könnten 20 bis 25 Trebsener Schüler mit drei Lehrern Aizkraukle besuchen. Im Gegenzug würde eine gleichgroße Abordnung nach Deutschland kommen. Sie sollen die Geschichte der jeweils anderen Stadt und Schule näher kennenlernen sowie die geografischen, wirtschaftlichen und politischen Besonderheiten, das Kulturerbe und die Traditionen der Partner untersuchen.

Von Frank Pfeifer

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