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Grimma Oldtimer-Rallye in Grimma: Ehrenrunde für blitzende Karossen
Region Grimma Oldtimer-Rallye in Grimma: Ehrenrunde für blitzende Karossen
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16:21 19.05.2015
Glanz vergangener Automobil-Epochen: Neugierige Blicke folgen den Oldtimern, die Besitzer aus Sachsen gestern durchs Muldental lenkten. Quelle: Silke Hoffmann

"In diesem Jahr können die Sermuther jedoch ihr Fest aufgrund der Hochwasserschäden nicht durchführen", sagte Fritz Klas vom MC Grimma. "Doch der Vorsitzende Harald Müller hat sich bei uns gemeldet und gesagt, dass der Platz auf jeden Fall fürs Parken und die anschließenden Siegerehrungen bereit sein würde, dafür sind wir sehr dankbar."

Hatte man mit rund 80 Teilnehmern gerechnet, reichten nun bei herrlichstem Sonnenschein die Startnummern für mehr als hundert Fahrzeuge kaum aus. Die Oldie-Fans kamen aus ganz Sachsen, viele aber auch aus der heimischen Region. So wie Dieter Delberg aus Großbardau mit seinem Fiat Sport Spider, Baujahr 1970. Selbst besitzt er drei Oldies, peppt aber im Gewerbegebiet am Weinberg alte Fahrzeuge auf und hat rund 30 davon in seinem Classic-Center zum Verkauf stehen. Frank und Irena Hessel aus Zschirla tuckerten mit ihrem imposanten schwarzen Ami, einem Excalibur aus dem Jahr 1977, auf den Grimmaer Markt. Aus Leipzig kamen Ulli und Heidi Rendte mit der kleinen Chantal im Opel Olympia anno 1937. Das Grimmaer Ehepaar Steffen und Annett Brummer brauste im weinroten Buick heran, ebenfalls 37-er Baujahr. Der 84-jährige Fritz Klas vom Motorsportverein Grimma hatte seinen Polski Fiat von 1971 "gesattelt" und fuhr dem Pulk sozusagen als Lumpensammler hinterher. "Der Fiat hat eine besondere Geschichte", erinnert sich Klas. "Eigentlich hatte ich damals einen Skoda bestellt, doch dafür hätte ich noch Jahre warten müssen. Von dem Fiat war gerade einer zurückgetreten, und da habe ich den genommen."

"Die meisten unserer rund 30 Mitglieder sind heute als Helfer im Einsatz", sagte Fritz Klas. Zu denen gehörten unter anderen auch das Ehepaar Petra und Lothar Grundmann aus Wurzen und Inge Bauer aus Eilenburg. Die drei waren mit dem Grimmaer Jürgen Pauli für zwei der drei Sonderprüfungen auf dem Grimmaer Markt verantwortlich. Genau an einer Linie mussten die Fahrzeuge mit den Vorderrädern stoppen und ein Stück weiter exakt 30 Zentimeter entfernt von der Bordsteinkante halten. "Ich bin ja mal gespannt, wie das unser Junge packt", war Petra Grundmann schon ein wenig aufgeregt. Denn ihr 32-jähriger Daniel war mit auf die 60 Kilometer lange Tour gegangen und hatte dafür vorher über einen Tag lang sein Motorrad "Frischauf" aus dem Jahr 1929 in akribischer Kleinarbeit eingestellt und aufgemotzt.

Silke Hoffmann

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.07.2013

Silke Hoffmann

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